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Straßenbau macht Eifel gefährlicher für Wildkatzen

Straßenbau macht Eifel gefährlicher für Wildkatzen

Der Neu- und Weiterbau von Straßen ist gerade in der Eifel, dem Gebiet mit dem größten Wildkatzenvorkommen Deutschlands, eine starke Gefährdung für diese Tierart. Dies berichtete der Mitarbeiter der "Öko-Log"-Freilandforschung, der Biologe Manfred Trinzen, bei der Hauptversammlung der Naturschutzbund (Nabu)-Gruppe Daun.

Daun. (red) Wildkatze gesehen - was tun? Über diese Frage sowie über weiteres Wissenswertes über Wildkatzen berichtete Manfred Trinzen in Daun. In seinem Vortrag stellte Trinzen die Ergebnisse des vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz initiierten Artenschutzprojekts "Wildkatze in Rheinland-Pfalz" heraus.

Im Rahmen dieses Projekts seien die geeigneten Lebensräume der Wildkatze im Land erfasst, Schutzprojekte entwickelt und in einer Untersuchung an der A 60 der neu entwickelte Wildkatzenzaun erforscht worden. Ebenso sei untersucht worden, wie Durchlässe unter Grünbrücken über Straßen von Wildkatzen angenommen würden.

Die Messung der Wege, die Wildkatzen zurücklegen, habe zudem wichtige Erkenntnisse über das Revierverhalten von Wildkatzen gebracht.

Tote Wildkatzen melden



Das Projekt "Wildkatze in Rheinland-Pfalz" sei von besonderer Bedeutung gewesen, da gerade in der Eifel das Gefahrenpotenzial für die Wildkatze durch den Neu- und Weiterbau von Straßen zugenommen habe. Eine ständige Gefahr stellten nach Auskunft des Referenten die vielen Straßen dar, die nicht über spezielle Wildkatzenzäune verfügten. Besonders stellten kurvenreiche Straßen in Waldgebieten eine erhöhte Gefahr dar.

Zur Verbesserung des Schutzes sei es daher wichtig, dass alle an Straßen tot aufgefundenen Wildkatzen gemeldet und die Unfallstellen erfasst würden.

Dabei könne jeder Naturfreund, der eine tote Wildkatze finde, mithelfen - entweder durch Meldung des Fundes an den Nabu Daun oder mit einem passenden Meldebogen, der von der Homepage des Nabu Daun ( www.nabu-daun.de) heruntergeladen werden kann, direkt an das Büro "Öko-Log". u