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Studie zu Thema Depression erfolgreich

Studie zu Thema Depression erfolgreich

Was haben neurologische Erkrankungen, Epilepsie, multiple Sklerose oder Morbus Parkinson mit Depressionen zu tun? Sehr viel, sagte eine neue Studie, an der ein Arzt des Gerolsteiner Krankenhauses beteiligt gewesen ist.

Gerolstein. "Wie hoch ist das Risiko, im Gefolge einer neurologischen Erkrankung eine Depression zu entwickeln?" So lautet der Titel einer Arbeit, die Dr. Stefan Thielscher, Chefarzt am Marienhaus Klinikum Eifel, zusammen mit seinem Bruder Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Christian Thielscher (FOM Universität, Essen) und Karl Kostev (IMS Health, Frankfurt) veröffentlicht hat. Die wissenschaftliche Studie befasste sich mit der Ermittlung der Häufigkeit des Auftretens von Depressionen im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz, Epilepsie, multipler Sklerose oder Morbus Parkinson. Die Wissenschaftler verfolgten anhand von fast 43 000 Patientendaten mit neurologischem Befund den Krankheitsverlauf über fünf Jahre im Hinblick auf das Auftreten einer Depression. Ergebnis: Bei 21 Prozent (männliche Patienten mit Epilepsie) bis 39 Prozent (weibliche Parkinson-Patienten) und 44 Prozent (beide Geschlechter, Patienten unter 60 mit Alzheimer-Diagnose) der Patienten wurde innerhalb von fünf Jahren zusätzlich eine Depression diagnostiziert. Die Autoren empfehlen daher, alle Patienten mit einer der genannten Erkrankungen auf Depression zu untersuchen. Die Studie wurde mit dem "Best Paper Award 2013" des Online-Portals GMS (German Medical Science) der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) ausgezeichnet. red <%LINK auto="true" href="http://www.egms.de/en/journals/" class="more" text="www.egms.de/en/journals/"%>gms/2013-11/000170.shtml