Stumme Propaganda

HILLESHEIM. (red) Sergej Eisensteins 1925 uraufgeführter Stummfilm "Panzerkreuzer Potemkin" gehört zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte und wurde bereits mehrfach zum "besten Film aller Zeiten" gekürt.

Der sowjetische Regisseur testete in diesem im Stil kommunistischer Propaganda gehaltenen Film seine Theorien der Montage. Er schnitt den Film in einer Weise, die eine möglichst starke emotionale Reaktion hervorrufen sollte. Ziel war es, Sympathie für die rebellischen Matrosen und Antipathie gegenüber den tyrannischen Vorgesetzten zu vermitteln. "Panzerkreuzer Potemkin" fand beim russischen Publikum großen Anklang. Die bekannteste Szene des Films ist das Massaker auf den Stufen der Treppe zum Hafen von Odessa: Zaristische Soldaten marschieren in rhythmischem, maschinenhaftem Schritt eine endlos lang erscheinende Treppe hinunter, während sie in eine Menschenmenge feuern, die vor den Soldaten die Treppe nach unten zu fliehen versucht. Die Eifelfilmbühne Hillesheim zeigt den Film zur Klavierbegleitung von Daniel Kothenschulte, Filmredakteur bei der "Frankfurter Rundschau", am Samstag, 18. November, um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt zehn beziehungsweise ermäßigt acht Euro.