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Sturzgefahr durch Stolperfallen

Sturzgefahr durch Stolperfallen

DAUN. In einem Offenen Brief an den Stadtbürgermeister und die Medien beklagt sich Martin Drenda über den schlechten Zustand des Lieserweges nach dem Hochwasser vom Januar.

Richtigaufregen kann sich Martin Drenda wegen des Zustands des Weges zumDauner Hotzendrees. Seit Anfang Januar das Hochwasser der Lieserden Weg überflutete und große Schäden anrichtete, ist deroffizielle Radweg nach Gerolstein und zur Stadtmitte nach seinerMeinung in einem unannehmbaren Zustand. "Die ausgespülten Wege vom Kurpark wurden schnell ausgebessert. Aber den Weg entlang der Lieser zum Hotzendrees hat man anscheinend vergessen, sodass er für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Fahrradfahrer und besonders ältere Menschen so nicht mehr passierbar ist", schreibt Drenda, der am Anfang der Straße "Zum Hotzendrees" wohnt. An drei Stellen des Weges zum Brunnen ist die feine Sandschicht des rund drei Meter breiten Weges von den Hochwasserfluten auf jeweils über zehn Meter weggerissen worden. Die Folge: Es haben sich Vertiefungen von bis zu 20 Zentimetern gebildet, wo nur noch der Unterbau des Weges aus rohen, dicken und spitzen Lavasteinen vorhanden ist. Dass dies gefährlich ist, bekam die 61-jährige Anwohnerin Beate Ehlenz zu spüren, die bei einem Spaziergang zum Hotzendrees in einer solchen Vertiefung stolperte und sich Prellungen zuzog. Bis zum Hochwasser "war der Gehweg zum Hotzendrees auch in einem einwandfreien Zustand" schreibt Drenda. Das derzeitige Verhalten der Stadt kann er nicht verstehen, zumal dies unter touristischen Gesichtspunkten auch keine gute Visitenkarte der Stadt für die vielen Radfahrer sei, die diesen offiziellen Weg benutzen. Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen weiß von den Schäden, die das Hochwasser in einigen Stadtteilen angerichtet hat, kennt aber noch nicht das genaue Ausmaß am Weg zum Hotzendrees. "Geld für die Beseitigung der Hochwasserschäden kann vorerst aus den Etats zur Unterhaltung der Wege zur Verfügung gestellt werden. Ich werde mich aber erkundigen, ob wir die Schäden am Weg zum Hotzendrees zügig ausbessern können", erklärte Jenssen auf TV -Anfrage.

Auch das Ziel der vielen Wanderer und Radfahrer, der Hotzendrees selbst, gibt für Martin Drenda kein gutes Bild ab. "Der Brunnenplatz ist in letzter Zeit unter aller Kanone und richtig verwahrlost. Er ist übersät von Flaschen und Glasscherben und der Inhalt der Mülltonne liegt oft verstreut um den Brunnen", sagt er.

Für Komplettsanierung fehlt das Geld

Zwischenzeitlich haben die Mitarbeiter des Bauhofs den Platz wieder gesäubert, ohnehin sind sie einmal pro Woche vor Ort. Es bleibt aber ein grundsätzliches Problem: Die Bauhof-Mitarbeiter bemängeln, dass der Brunnenplatz mit seinen wenigen noch verbliebenen Steinplatten kaum noch von den Scherben zu reinigen ist, da sie oft fest im Boden stecken. Diese Situation ist dem Stadtbürgermeister bekannt, aber für eine komplette Sanierung fehlt nach seinen Angaben das Geld.