Super- und Baumarkt können kommen: Dauner Stadtrat hebt Beschränkungen für Gelände an Mehrener Straße auf

Super- und Baumarkt können kommen: Dauner Stadtrat hebt Beschränkungen für Gelände an Mehrener Straße auf

Noch sind die Aldi-Filiale und der dm-Drogeriemarkt die einzigen Einkaufsmöglichkeiten am Dauner Viadukt. Aber das wird sich ändern: mit dem Umzug des Hit-Markts und der Eröffnung eines neuen Baumarkts. Einen festen Zeitplan gibt es aber noch nicht.

Daun. Ingrid Disse hat eine klare Meinung, was den möglichen Umzug des Hit-Markts vom derzeitigen Standort in der Bahnhofstraße in die Mehrener Straße angeht (der TV berichtete): "Da mein Mann schwerbehindert ist, komme ich nur ein Mal wöchentlich zum Einkaufen", berichtet die Daunerin.

Ihr Weg führe sie dann zu Aldi und dem dm-Drogeriemarkt in der Mehrener Straße, dann in den Hit-Markt in der Bahnhofstraße. "Daher würde ich es sehr begrüßen, wenn der Hit-Markt umziehen würde, da er mein Favorit ist", schreibt sie dem Trierischen Volksfreund. Sie moniert allerdings die dortige Parkplatzsituation, "manchmal weiß man nicht, wo man parken soll. Auch das wäre ein Pluspunkt für einen Umzug. Läge der Hit-Markt in der Nähe von Aldi und dm, ergänzt um den Baumarkt, wäre das aus meiner Sicht eine perfekte ,Einkaufsecke' für die Stadt." Ähnlich äußert sich auch Gottfried Gilles aus Daun: "Der Hit-Markt wäre auf dem Gelände des früheren Extra-Baumarkts in der Mehrener Straße besser angesiedelt. Schon allein das Parken wäre einfacher."

Noch etwas Geduld

Etwas gedulden müssen er und Ingrid Disse sich noch, aber zumindest der Weg ist geebnet für den Umzug auf dem Areal, auf dem das Gebäude des seit 2013 leer stehenden ehemaligen Extra-Baumarkts steht.
Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Beschränkung, dass dort nur ein Baumarkt sein darf, aufgehoben und den Rahmen dafür geschaffen, den bereits bekannten Plan umzusetzen. Denn klar ist schon seit dem vergangenen Jahr: Es wird ein sogenannter "Lebensmittel-Vollsortimenter" mit 2100 Quadratmetern Verkaufsfläche mit einem Sortiment ohne "innenstadtrelevante" Waren (wie Schuhe, Uhren, Schmuck, Brillen, Bekleidung) angesiedelt. Zudem entsteht ein Baumarkt der Dauner Firma Minninger mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Treibende Kraft des Projekts ist der aus Daun stammende und heute in Heidelberg lebende Investor Christoph Slabik.

Er hat Grundstück und Gebäude in der Mehrener Straße nach der Pleite des Praktiker-Konzerns, dem auch die Extra-Baumärkte gehörten, gekauft. Die Umsetzung seines neuen Vorhabens in der alten Heimat - wohin er bereits den dm-Markt geholt hat - will er zügig vorantreiben, so dass möglichst "im ersten Quartal 2017" eröffnet wird. Allerdings will er immer noch nicht den Namen Hit bestätigen, nach wie vor mit Hinweis auf "noch laufende Verhandlungen". Die Dohle-Gruppe, zu der die Hit-Markt-Kette gehört, hat bislang auf TV-Anfragen nicht reagiert. Aber in den Unterlagen, die in der jüngsten Stadtratssitzung vorlagen, ist die Rede von der "sich abzeichnenden Verlagerung des Hit-Markts". Grundsätzlich scheint Daun ein "lohnendes Pflaster" für Discounter und Supermärkte zu sein. Denn einige wollen ihre Filialen erweitern, beispielsweise Lidl in der Bitburger Straße um 400 Quadratmeter sowie Netto in der Bahnhofstraße um 250 Quadratmeter. Alles bereits vom Stadtrat beschlossen, aber wer wann sein jeweiliges Vohaben umsetzt, ist offen.