Taten statt Töne

Einen für die (Wahlkampf-)Zeit und sie selbst ungewöhnlich leisen Parteitag hat die CDU veranstaltet. Derart zurückhaltend, dass man das Motto "Taten statt Töne" dahinter vermuten könnte. Zwar hat die CDU durch die Wahl des Veranstaltungsorts die Bedeutung der Bürgermeisterwahl in sechs Wochen betont.

Aber das war's auch. Außer vereinzelten Zuversichtsäußerungen und der Gewährung eines Grußworts für den Kandidaten spielte die Wahl im offiziellen Programm keine Rolle. Falls Bernhard Jüngling am 22. Juni nicht gewinnt, wird Kreisvorsitzender Herbert Schneiders die Verantwortung dafür übernehmen müssen, eine große Chance leichtfertig vertan zu haben. Die Chance, die CDU-Mitglieder auf die heiße Wahlkampfphase einzustimmen, sie auf Unterstützung einzupeitschen. Dass davon nichts zu vernehmen war, liegt allein daran, dass sich die CDU bezüglich Hillesheim ihrer Sache absolut sicher ist. Der engagierte Wahlkampf ihres Kandidaten, der seit Wochen Gemeinde um Gemeinde bereist und damit seiner Kontrahentin weit voraus ist, mag das souveräne Auftreten rechtfertigen. Einzig Bernhard Jüngling selbst macht den Eindruck, als ob ihm mehr "Feuer" in der Partei lieber wäre als die allumfassende "Der-wird-es-schon-machen"-Mentalität. m.huebner@volksfreund.de