Teamgeist als Rezept

DREIS-BRÜCK. Die Junge Union (JU) hat einen neuen Vorstand auf Bezirksebene gewählt. Zu Gast war der designierte CDU-Landesvorsitzende Christian Baldauf.

An der Spitze der Jungen Union im Bezirk Trier hat Frank Mörsch nach sieben Jahren sein Amt als Vorsitzender an Fank Müller übergeben. 80 Delegierte der JU-Kreisverbände Bitburg-Prüm, Trier-Saarbug, Bernkastel-Wittlich, Daun und Trier Stadt haben ihre Vertreter beim Bezirkstag in Dreis-Brück mit großer Zustimmung gewählt. Der neue Vorsitzende Frank Müller aus Mettendorf, Kreisverband Bitburg-Prüm, ist Landwirt und Student der Agrarwissenschaften an der Uni Bonn. Der 24-Jährige erklärte, er wolle in seinem Amt "nichts ‚ganz anders' und ‚viel besser' machen, sondern die erfolgreiche Arbeit der JU auf Bezirksebene fortführen wie bisher". In seiner Antrittsrede forderte er, dass die JU auf allen politischen Ebenen noch stärker vertreten sein müsse. Nach Müllers Ansicht zeichnet sich die JU durch ihr geschlossenes Auftreten aus: "Immerhin stehen hinter der JU selbst zwei Generationen, die 17-jährige Schülerin gehört genauso dazu wie der 34-jährige Familienvater, der schon zehn Jahre im Job ist." Frank Müller sagte, er erhoffe sich für die Mutterpartei CDU einen echten Neuanfang in Rheinland-Pfalz: "Erfahrungen aus der Zeit von '88 dürfen nicht das heutige Handeln bestimmen." Den Zusammenhalt, den die JU beim Bezirkstag demonstrierte, nannte auch Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf als vorrangige strategische Aufgabe der gesamten rheinland-pfälzischen Union. Um über konkrete Programminhalte zu diskutieren, sei es noch zu früh, sagte er. Das Programm müsse man gemeinsam erarbeiten und während dessen zu einem eingeschworenen Team zusammenwachsen. Nur so könne man den politischen Gegner schlagen. Der Pfälzer, der am Samstag zum Landesparteichef gewählt werden soll, trat in Jeans und kurzärmeligem Hemd auf - und nicht nur modisch, auch vom Alter steht der 38-Jährige der JU näher als sein Vorgänger Christoph Böhr. "Die Junge Union ist das Rückgrat der CDU", schätzte Baldauf die Rolle der Jungen in der CDU ein. Es sei ihm wichtig, dass der Nachwuchs nicht nur angehört werde, sondern er solle auch schlagkräftig sein. "Schließlich sind die Mitglieder der Jungen Union diejenigen, die einmal unsere Jobs in der Partei übernehmen."