Technik, die begeistern soll

Technik, die begeistern soll

DAUN. (HG) Unter dem Motto "Spielend Helfen lernen" öffnet sich das Technische Hilfswerk (THW) der Jugend. Der Ortsverband Dockweiler, der seit Anfang des Jahres mit seiner Ausrüstung komplett nach Daun umgezogen ist, will eine Jugendgruppe gründen.

Umzug zum Jahreswechsel: Anfang 2004 zog der THW-Ortsverband Dockweiler aus den beengten Räumen in Dockweiler in ein großzügiges Gebäude mit großem Gelände nach Daun. Das ehemalige Außenlager der Bundeswehr direkt hinter dem Bahnviadukt ist nun die neue Heimat für die 26 ehrenamtlichen Helfer.Konsequenzen durch Reform der Bundeswehr

Das THW leistet bundes- und weltweit technische Hilfe, wo die Not groß ist - bei Hochwasserkatastrophen, Unglücken, Trinkwasseraufbereitung in Afrika, bei Erdbeben wie kürzlich in Bam (Iran), beim Aufbau von Flüchtlingslagern oder beim Wiederaufbau in Bosnien- Herzegowina und im Kosovo. Vor 16 Jahren wurde der Ortsverband Dockweiler als einer von neun Ortsverbänden im Bezirk Trier und Cochem- Zell gegründet. Rund die Hälfte der Helfer leisten dort ihren Ersatzdienst ab, der sechs Jahre dauert und mindestens 120 Stunden jährlich Arbeitseinsatz erfordert. In der Jugend sieht die THW-Leitung eine Chance, die sinkenden Mitarbeiterzahlen durch die Reform der Bundeswehr zu kompensieren. "Es ist für uns ganz klar, dass Jugendgruppen, wie sie schon in anderen Ortsgruppen bestehen, die Zukunft des THW sind", erklärt Markus Haier von der Geschäftsstelle Trier.Gruppe für Jugendliche von zehn bis 17 Jahren

Spiel, Spaß, Sport und Technik soll die Nachwuchsorganisation "THW-Jugend" den Heranwachsenden im Alter von zehn bis 17 Jahren bieten. Spielerisch sollen sie an die Technik heran geführt werden. Aber auch ein anders Ziel verfolgen die Organisatoren: "Wir wollen etwas Sinnvolles tun und die Jugendlichen von der Straße holen, ihnen die Tür zum THW aufmachen und ihnen sagen: Hier gibt es etwas Interessantes für euch", begründet Haier die Initiative. Im Ausbildungsplan sind Wanderungen, Besichtigungen, Spiel und Sport, Zeltlager oder Kontakte mit anderen Gruppen vorgesehen. Für die Fahrten steht dem THW-Ortsverband ein Bus zur Verfügung. "In der Ausbildung sollen die Jugendlichen außerdem lernen, Verantwortung zu tragen und untereinander Konflikte zu lösen", sagt Übungsleiter Karl-Heinz Nonnweiler. Finanziert wird die Jugendarbeit zum größten Teil vom Träger "THW-Jugend" und einem Förderverein. Christoph Drever aus Daun, Fachberater und Helfersprecher, ist schon viele Jahre beim THW dabei. "Die Zusammenarbeit mit anderen Leuten, die Kameradschaft und die Arbeit mit Technik gefällt mir besonders", sagt er. Eine erste Informationsveranstaltung für Jugendliche und ihre Eltern ist am Samstag, 24. Januar, ab 14 Uhr im neuen Stützpunkt hinter dem Viadukt (Mehrener Straße) in Daun. Informationen zur neuen Jugendgruppe gibt es bei Karl-Heinz Nonnweiler, Telefon 0173/ 5685695, und ab 19 Uhr bei Jugendbetreuerin Karin Schmitt, Telefon 06592/958484.