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Teurer als zunächst geschätzt

Teurer als zunächst geschätzt

Nächster Schritt vollzogen: Die Planung für den Kindergartenneubau auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung in Gerolstein steht nach Überarbeitung weitgehend. Die Gesamtkosten summieren sich voraussichtlich auf rund 2,9 Millionen Euro. Bislang war von 2,2 Millionen Euro ausgegangen worden.

Teurer als zunächst geschätzt
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 So soll der neue Kindergarten auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung in Gerolstein aussehen: Das rund 80 Meter lange und zweigeschossige Gebäude in Form eines Bumerangs soll sich an die Hangkante schmiegen und ein relativ flaches Pultdach erhalten. Fotos: Architekturbüro Planquadrat
So soll der neue Kindergarten auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung in Gerolstein aussehen: Das rund 80 Meter lange und zweigeschossige Gebäude in Form eines Bumerangs soll sich an die Hangkante schmiegen und ein relativ flaches Pultdach erhalten. Fotos: Architekturbüro Planquadrat
Teurer als zunächst geschätzt
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Gerolstein. Das dickste Lob an die Gerolsteiner Kommunalpolitiker kam aus berufenem Mund. Karin Rittich, die Leiterin der Kindertagesstätte Lindenanlage, sagte nach der Vorstellung der Planung zum neuen Kindergarten auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung im Namen der gesamten Kindergarten-Mannschaft: "Wir sind sehr zufrieden. Unsere Wünsche und Anregungen sind super umgesetzt worden."

Damit spielte sie darauf an, dass bei den Planungen für den neuen Kindergarten, in denen Kinder und Erzieher der Kita Lindenanlage kommendes Jahr umziehen sollen, das Kindergarten-Team von Anfang an einbezogen worden war.

Das Architekten-Duo Hendrik Eltze aus Gerolstein und Armin Schmitz aus Bad Neuenahr, die sich beim Architekten-Wettbewerb durchgesetzt hatten, stellten die überarbeitete Planung vor. Demnach soll ein etwa 80 Meter langes Gebäude in der Form eines Bumerangs entstehen, das sich an die Hangkante des Stov-Geländes schmiegt.

Der Neubau mit Erd- und Obergeschoss soll ein Pultdach mit flacher Neigung erhalten, um sich so besser in die Landschaft einzufügen. Den acht Gruppenräumen, die Platz für bis zu 160 Kinder bieten sollen, soll jeweils ein Ruhe- und ein zusätzlicher Spielraum angegliedert werden.

Zudem sind dezentrale Sanitärräume geplant. Zur Sonnenseite hin sollen die Räume große Fensterflächen erhalten, vom Obergeschoss sollen die Kinder über einen sogenannten Laubengang direkt nach draußen und unten gelangen können. Entstehen soll ein Haus in Massivbauweise, über die Fassadengestaltung gehen die Meinungen aber noch auseinander. Während das Architektenduo für Fassadentafeln ist, die unterschiedlich eingefärbt werden können, bevorzugen einige Politiker doch lieber eine herkömmliche Putzfassade.

Auch über die Heizungsanlage ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn parallel wird geplant, ob das Schwimmbad gegenüber sowie die Schulen in der Umgebung und eventuell auch das Rathaus künftig von einer Heizquelle und verbunden durch ein Nahwärmenetz gespeist werden können. Und dann böte sich auch die Anbindung des Kindergartens an.

Gerolsteins Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz (CDU) skizzierte die weitere Vorgehensweise: "Jetzt müssen die Planungen zügig abgeschlossen werden, dann werden wir die Genehmigung vorantreiben, damit bald mit dem Bau begonnen werden kann."

Der Kindergarten muss bis August 2010 bezugsfertig sein. Denn ab diesem Termin gibt es für Kinder ab zwei Jahren den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Ab August 2013 gilt das auch für Einjährige.

War bei den Schätzungen bislang von 2,2 Millionen Euro Gesamtbaukosten ausgegangen worden, so liegen die Zahlen nach der nun vorgestellten Planung deutlich höher: Die reinen Baukosten schlagen demnach mit 2,1 Millionen Euro zu Buche, hinzu kommen rund 250 000 Euro für die Außenanlagen und nochmals 550 000 an Nebenkosten. Macht zusammen rund 2,9 Millionen Euro Gesamtkosten.