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Therapeut, Discjockey und nun Ortsbürgermeister

Therapeut, Discjockey und nun Ortsbürgermeister

Michael Schultze - gebürtiger Dauner - tritt die Nachfolge von Hildegard Rebelein an, die nicht mehr angetreten war. Die Gestaltung des Dorfplatzes in Steineberg und das Gemeinschaftshaus sind die zentralen Themen.

Steineberg. "Es knubbelt sich jetzt alles etwas", sagt Michael Schultze. Zusätzlich zu seiner Arbeit als Bezugstherapeut in den Kliniken auf der Thommener Höhe wird sich der 57-Jährige ab 24. Juli um die Belange Steinebergs kümmern. Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wird er ernannt.
Schultze tritt die Nachfolge von Hildegard Rebelein an, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte. "Der Gemeinderat ist an mich herangetreten und hat mich gebeten, zu kandidieren. Für mich persönlich gab es aber die Bedingung, dass ich ein klares Votum der Bürger bekomme", sagt Schultze. "Von den 179 Wahlberechtigten im Dorf haben 128 gewählt und 87 davon haben mir ihre Stimme gegeben, das ist super. Es ist mir eine Ehre, hier in Steineberg Bürgermeister zu werden, ich freue mich darauf", sagt der gebürtige Dauner, der eine Steinebergerin geheiratet hat und seit vielen Jahren im Ort wohnt. Dass der neue Job ihn fordert, weiß Schultze. "Private Dinge, wie meine Leidenschaft fürs Theaterspielen, meinen Job als Discjockey bei Festen und als Bauchredner habe ich zurückgestellt", sagt der Vater zwei Söhne.
Zum Glück hat die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt. Einige Projekte zur Verschönerung des Orts stehen an. "Der Bau des Dorfplatzes neben der Kirche, der schon in Planung ist, wird für mich das wichtigste Projekt sein. Nun müssen wir sehen, das es endlich losgeht", sagt Schultze. Ein weiteres Thema ist der Umbau der alten Kneipe zum Gemeinschaftshaus. "Das läuft in einem mit dem Bau des Dorfplatzes und wird auch zusammen bezuschusst. Mit dem Umbau haben wir schon begonnen", erklärt Schultze. Auch das Thema demografischer Wandel beschäftigt ihn. Häuser im Ort stehen leer. "Wir müssen eine gute Atmosphäre hinbekommen, damit es sich lohnt, in Steineberg zu wohnen." HG