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Tierquäler fühlt sich beobachtet

Tierquäler fühlt sich beobachtet

MÜRLENBACH. (mh) Vorläufiges Ende der Tierquälerei: Seit der Berichterstattung im TV kurz vor Weihnachten wurden keine weiteren verstümmelten Katzen in Mürlenbach gefunden.

Der ermittelnde Polizeibeamte Alfred Brück von der Gerolsteiner Wache sagt: "Bislang ist uns kein weiterer Vorfall gemeldet worden. Und das ist gut so." Er geht davon aus, dass die Berichterstattung über die Tierquälerei dem Täter, zumindest vorläufig, Einhalt geboten hat - um nicht erkannt zu werden. Kurz vor Weihnachten ist eine Katzenbesitzerin an die Öffentlichkeit gegangen, um dem kriminellen Treiben ein Ende zu setzen. Nach ihrer und der Auskunft von weiteren Mürlenbachern hat der unbekannte Katzenschänder bereits seit rund einem Jahr sein Unwesen in der Kylltalgemeinde getrieben. Vermeintlicher Zeuge bleibt stumm

Immer öfter wurden verletzte Katzen aufgefunden. Einmal waren sie mit Schrot beschossen, ein anderes Mal in kräftige Schlagfallen gelockt und so verstümmelt worden. Bei einem Kater hing der Hinterlauf nur noch an zwei Sehnen. Andere Tiere verschwanden ganz. Im Dorf machte sich Empörung breit. Dennoch wurde bislang niemand dingfest gemacht. Anfängliche Ermittlungserfolge gerieten ins Stocken. So konnte sich ein vermeintlicher Zeuge nach Angaben der Polizei nicht zu einer Aussage durchringen. Brück: "Er ist abgesprungen." Zum weiteren Vorgehen sagt der Polizeibeamte: "Wenn sich in nächster Zeit nichts tut, geben wir die Akte an die Staatsanwaltschaft weiter. Ansonsten werden wir neuen Spuren nachgehen." Noch immer ist hingegen von privater Seite eine Belohnung ausgesetzt: Wer Hinweise gibt, die zur Ermittlung des Täters führen, erhält 250 Euro. Ansprechpartner ist die Polizei in Gerolstein, Telefon 06591/95260.