Toilette im Dauner Kurpark kann wieder genutzt werden

Infrastruktur : Toilette im Dauner Kurpark: Eine neues Rohr muss her!

Zunächst gibt es eine provisorische Lösung nach längerer Schließung, die endgültige Sanierung der Leitungen erfolgt später.

Viel Geld – gut eine halbe Million Euro – ist für die Umgestaltung des Dauner Kurparks investiert worden. Aller Sorgen ledig ist die Stadt deswegen aber nicht, denn nach wie vor ist beispielsweise unklar, was aus dem ihr gehörenden, maroden früheren Kurmittelhaus wird.

Aber es gibt es auch ein anderes Problem: Die Toilettenanlage im Kurpark konnte über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden, weil es Schäden in der alten Rohrleitung gab.

„Die Anlagen konnten wegen des Defekts am alten Kanal nach der Frostperiode nicht wieder in Betrieb genommen werden“, erklärt Stadtbürgermeister Martin Robrecht. Und hinzu kommt noch: Die alte Abwasserleitung führt am Badehaus und Teich vorbei durch die Wasserschutzzone der Dauner Dunaris Quellen, so war die Sperrung unvermeidlich.

Die Leitung soll Ende des Jahres, wenn eine Firma gefunden wird, endgültig zurückgebaut und an einer anderen Stelle verlegt werden, stellt Robrecht in Aussicht.

Doch darauf wollte man aber nicht warten, da auch noch die Genehmigung einige Monate dauern würde.

Deshalb hat sich die Stadt mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord „nach langem Hin und Her“ (Robrecht) darauf geeinigt, das kurzfristig eine Notreparatur der Abwasserleitung erfolgen soll, damit zumindest die Toilettenanlage wieder genutzt werden kann. Die Kosten liegen bei etwa 4000 bis 5000 Euro, die von der Stadt getragen werden. Dafür wurde von der SGD ein sogenannter Befreiungsbescheid ausgestellt.

„In der Leitung gibt es einige Rohrbrüche, diese werden jetzt bei der Reparatur verschlossen. Dann kann die Toilettenanlage bis zur endgültigen Sanierung wieder in Betrieb genommen werden“, erklärt Horst Schmitt von der betreuenden Ingenieurgesellschaft HSI Consult GmbH aus Daun. Ursprünglich war geplant, ein verstärktes Rohr einzubauen, aber es gab Schwierigkeiten mit der Lieferung, sodass nun eine andere Lösung gewählt wurde. „Wir ziehen nun in die vorhandenen Rohre dünnere, wandverstärkte Rohre als Provisorium ein“, erklärt Karl-Heinz Schneider von der ausführenden Firma HTI aus Daun-Pützborn. Die Gesamtkosten für die endgültige Sanierung der Leitungen von etwa 60.000 Euro werden, da der Großteil der Strecke des betroffenen Kanals als „Hausanschluss“ gewertet wird, auch von der Stadt getragen werden. Einen kleineren Teil übernehmen noch die VG-Werke.

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