1. Region
  2. Vulkaneifel

Toll, dass es endlich losgehen kann

Toll, dass es endlich losgehen kann

Gute Nachricht für die Kreisverkehrswacht Daun: Nach vielen Jahren der Bemühungen kann der über 45 Jahre alte Verkehrsgarten am Wehrbüsch endlich komplett erneuert werden. Über das Konjunkturprogramm II. werden mindestens 80 Prozent der Investitionskosten gefördert. Baubeginn soll schon in den nächsten Wochen sein.

Daun. Der Verkehrsgarten am Wehrbüsch ist wahrscheinlich jedem Kind im Kreis Vulkaneifel bekannt, denn hier hat Polizist Horst Krämer, der auch Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht ist, schon Tausenden von Kindern den Umgang mit dem Fahrrad und in Fragen zur Verkehrssicherheit unterrichtet. Doch der Verkehrsgarten ist fast 50 Jahre alt und genügt heutigen Standards längst nicht mehr. Der "Zahn der Zeit" ist unübersehbar. So finden sich beispielsweise tiefe Risse und Schimmel an den Wänden der beiden Gebäude.

Bis Oktober 2010 müssen die Gelder verbaut sein



"Die Lage des Verkehrsgartens ist ideal, es ist ruhig und er ist abgelegen, andere beneiden mich darum", sagt Horst Krämer. Kreis und Kreisverkehrswacht machen sich schon länger Gedanken über eine Erneuerung oder Sanierung, aber das Geld dafür fehlte. Das bestätigt auch Friedbert Wißkirchen, der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Daun: "Wir beschäftigten uns seit Jahren damit, dort etwas zu ändern, nur kosten durfte es uns nichts."

Ein erste positiver Bescheid kam im vergangenen Jahr vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, das eine Förderung von 84 000 Euro in Aussicht stellte. Dank des Konjunkturprogramms der Bundesregierung verbessert sich die Situation aber noch einmal deutlich. Das Projekt ist von der Stadt als Eigentümerin des Grundstücks des Verkehrsgartens beantragt worden, und nun "warten wir jeden Tag auf den Bewilligungsbescheid. Dann müssen wir sofort beginnen mit den Bauarbeiten, denn bis Oktober 2010 müssen die Gelder verbaut sein", berichtet der Beigeordnete.

Horst Krämer kann es noch gar nicht fassen: "Das ist schon toll, und es freut mich, dass es endlich losgehen kann. Es wird einen neuen Schulraum geben und ein neues Wirtschaftsgebäude, und die Verkehrsfläche wird modifiziert und erneuert. Die Struktur bleibt im Grunde erhalten."

Beide Gebäude werden nacheinander abgerissen und komplett erneuert. Um den Betrieb des Verkehrsgartens weiter zu gewährleisten, wird zuerst das Wirtschaftsgebäude mit den Fahrradschuppen und dem Mittelteil abgerissen und neu gebaut, dann bezieht Krämer diese als Schulungsgebäude. Danach wird das alte Schulungsgebäude abgerissen, und der Polizist zieht wieder hier ein.

Auch die sanitären Anlagen werden erneuert: Es wird eine Dusche installiert und eine behindertengerechte Toilette. Zwischen beiden Gebäuden wird es auch wieder eine Mittelabdeckung geben. 332 000 Euro wird der Neubau des Verkehrsgartens kosten, zuschussfähig sind allerdings nur 314 000 Euro.

Mindestens 80 Prozent (es können auch noch bis 90 Prozent werden) werden aus dem Konjukturprogramm II finanziert, die Stadt Daun soll 10 000 Euro bezahlen, und vier Verbandsgemeinden werden 22 000 Euro zuschießen. Die Kreisverkehrswacht Daun beteiligt sich mit 8000 Euro.

"Die VG Daun hat ihren Zuschuss schon beschlossen. Wir müssen jetzt nur noch Kelberg, Gerolstein und Hillesheim überzeugen, dass sie in Daun etwas mitfinanzieren, was ja auch ihren Kindern zugute kommt", erklärt Wißkirchen.