Tourismus: Touristen lieben das Herz der Vulkaneifel

Tourismus : Touristen lieben das Herz der Vulkaneifel

Das GesundLand punktet als Region zum Entspannen und für Sport. Die Genossenschaft will dieses Jahr auf 200 Mitglieder anwachsen.

Eine Überraschung ist es nicht, aber es tut gut, wenn sich Weichenstellungen als richtig erweisen. Zufrieden blickt man in und um Daun auf die touristische Entwicklung von 2014 bis hinein in die Sommersaison 2018. „Die klassischen Themen Wandern, Radfahren und Naturerlebnis ziehen nach wie vor“, sagt Thomas Räthlein, Leiter der Kur- und Freizeitbetriebe Daun sowie des Marketings für das GesundLand Vulkaneifel. „Vor allem die Angebote mit Entspannungsmentoren und -coaches sind stark nachgefragt.“ In Zeiten, in denen südlichere Urlaubsziele sowohl politisch wie klimatisch immer krisenanfälliger werden, gebe es erst recht einen Trend zum wohligen Ausgleich in Landschaften, die Sicherheit und Relaxen mehr oder weniger garantieren können.

So stiegen die Übernachtungszahlen von 492 597 im Jahr 2014 auf 514 552 in 2017. Die Steigerung setzt sich auch in diesem Jahr messbar fort, wenn man den Zeitraum von Jahresbeginn bis Ende August nimmt: Von 329 739 Übernachtungen (2014) auf 346 774 (2018). Auch die Zahl der Gäste bedeutet Wachstum, von 126 020, die im Jahr 2014 in die VG Daun kamen, auf 142 000 Gäste im vergangenen Jahr. Der Januar-bis-August-Vergleich zeigt dieselbe Aufwärtskurve, von 81 317 (2014) auf 94 627 (2018). Statistisch gesehen nahm die Gästezahl proportional mehr zu als die Übernachtungszahl: „Das bedeutet, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer leicht zurückging“, erläutert Räthlein.

Eine wesentliche Säule des Tourismus in der Vulkaneifel sind die Aktivitäten der GesundLand-Genossenschaft mit derzeit 82 Gesellschaftern.

Nach einer Satzungsänderung im September ist sie nun offener auch für Mitglieder, die nicht im Kernsegment Gesundheitstourismus tätig sind. Medien, Erzeuger regionaler Produkte, Apotheken, Handwerker und Kunsthandwerker sowie Kliniken gehören mit zu den Genossenschaftlern.

Die Genossenschaft hat sich für 2019 viel vorgenommen: zum Beispiel das Anwachsen auf 200 Mitglieder. „Es wird eine strukturierte und gezielte Akquise geben“, so Vorstandsmitglied Bernd Peter Kettenhofen, „mit Besuchen von kommunalen Gremien, Betrieben oder auch der Ansprache von Einzelpersonen.“

Falls entsprechende Fördermittel bewilligt werden, soll auch die Geschäftsstelle der Genossenschaft professionalisiert und ausgebaut werden. Auch ohne Leader-Gelder sollen die internen Abläufe verbessert und die Kooperationen untereinander intensiviert werden. Und auf jeden Fall wird angestrebt, die Wahrnehmbarkeit der GesundLand-Genossenschaft in der Öffentlichkeit zu optimieren.

„Es ist kein endliches Projekt, sondern ein Prozess“, betont Kettenhofen, „und der kennt keine zeitlichen oder inhaltlichen Limits.“

Kettenhofen kann sich sogar vorstellen, dass irgendwann einmal 1000 Genossenschaftler am selben GesundLand-Strang ziehen.

Mehr von Volksfreund