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Trier: Müllgebühren steigen, keine Neurungen beim Gelben Sack

Umwelt : Grünes Licht für neue Müllgebühren – rote Karte für Änderungen beim Gelben Sack

Die Abfallgebühren in der Region steigen. Vor der Abstimmung im Abfallzweckverband war der Vulkaneifelkreis mit einem Vorschlag zu den Zahlungsmodalitäten gescheitert.

Die Müllabfuhr in der Region Trier wird ab Anfang kommenden Jahres teurer. Die Vertreterversammlung des Abfallzweckverbands ART hat am Dienstagabend erwartungsgemäß die neuen Gebühren ohne Gegenstimme abgesegnet. Danach steigen die Abfallgebühren in den vier Kreisen und der Stadt Trier mit Gebührenanhebungen zwischen durchschnittlich sieben und 24 Prozent. Über entsprechende Pläne hatte unsere Redaktion bereits berichtet.

Vulkaneifelkreis wollte Gebühreneinziehung auf zwei Termine verteilen

Der Vulkaneifelkreis war in der Sitzung mit einem Vorschlag gescheitert, die Gebühren künftig zu halbieren und an zwei Terminen einzuziehen, um so die Verbraucher nicht auf einen Schlag mit den höheren Kosten zu belasten. „Bringt das wirklich Vorteile, oder geht der Schuss eher nach hinten los?“, machte Verbandsvorsteher Gregor Eibes (CDU) deutlich, dass er von dem Vorschlag nichts hält. Es habe schon früher einmal zwei Zahlungstermine gegeben, und die Zahl der Mahnverfahren sei seinerzeit deutlicher höher als jetzt gewesen

. Auch ART-Chef Max Monzel argumentierte gegen den Vulkaneifel-Vorschlag. Wer finanziell knapp sei, könne einen Antrag auf Stundung der Gebühren stellen. „Wir werden großzügig damit umgehen“, versprach Monzel mit dem Ergebnis, dass der Vorstoß der Vulkaneifel bei den übrigen Kommunen nicht auf Gegenliebe stieß. Es bleibt also bei einem jährlichen Gebührenbescheid.

Den größten prozentualen Sprung gibt es den Planungen zufolge im Vulkaneifelkreis. Für die 80-Liter-Restmülltonne inklusive 13 Entleerungen müssen dort künftig 148,80 Euro gezahlt werden. Aktuell sind es 121,29 Euro. Die 120-Liter-Tonne kostet dann 205,29 Euro statt 165,81 Euro – ein Plus von satten 24 Prozent. Allerdings gab es im Vulkaneifelkreis – anders als in den übrigen Kommunen der Region – in diesem Jahr keine Gebührenerhöhung. In den Müllgebühren sind auch die Entsorgungskosten für Altpapier, Sperrmüll oder Bioabfälle enthalten.

Einen kräftigen Sprung gibt es auch im Eifelkreis. Dort verteuert sich die Entsorgung der 80-Liter-Tonne auf 106,71 Euro (derzeit 89,70) und der 120-Liter-Tonne auf 141,93 Euro (117,86). In Trier und dem Kreis Trier-Saarburg wird die 80-Liter-Tonne künftig 112,27 Euro (104,31) kosten und die 120-Liter-Tonne 140,01 Euro (131,02). Im Kreis Bernkastel-Wittlich ist eine Erhöhung auf 148,05 Euro (135,61) und 208,23 Euro (185,97) geplant.

Entsorgung in der Region Trier: Es bleibt beim Gelben Sack

Auch bei den übrigen Tonnengrößen wird es Gebührenerhöhungen geben. Die neuen Gebührensätze müssen auch von den jeweiligen Kommunalparlamenten abgesegnet werden. Noch gibt es bei den regionalen Abfallgebühren teils erhebliche Unterschiede. Sie sollen allerdings im gesamten Gebiet des Abfallzweckverbands ART nach 2025 vereinheitlicht werden.

Grünes Licht gab es in der Sitzung am Dienstagabend auch für den Gelben Sack. Danach soll in der Region Trier bis einschließlich 2026 an der gelben Tüte für die Entsorgung der Leichtverpackungen festgehalten werden. Andere Kommunen haben zwischenzeitlich die Gelben Säcke durch Gelbe Tonnen ersetzt.