TV -SERIE: Laurinete Justen Brasilien

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DAUN-RENGEN. 8000 Kilometer von ihrem Heimatland Brasilien entfernt fand Laurinete Gomes de Holanda (Foto: Helmut Gassen) auf einem Europatrip mit fünf Freunden 1991 ihre große Liebe in Daun. Eigentlich sollte nur ein Paket für eine brasilianische Bekannte abgeben werden, aber in der Pizzeria bei der ehemaligen "Backstuw" funkte es sofort zwischen Udo Justen und Laurinete.

"Er kam herein, wir haben uns angeschaut und da war es sofort passiert", erinnert sich die Brasilianerin, die in ihrer südamerikanischen Heimat Chefsekretärin bei einer Bank war. Es folgten viele Briefe, ein Besuch von Udo in Brasilien. Im April 1992 kam Laurinete nach Deutschland. Ein Jahr später heirateten die beiden. "Zu den Deutschen Kontakt zu bekommen, war wegen der Mentalität der Deutschen und weil ich kein Deutsch sprach für mich am Anfang sehr schwer. Das war sehr schlimm, ich habe viel gebetet damals, denn ich wollte nicht zurück nach Brasilien", erzählt die 48-jährige Laurinete, die mit ihrem Mann im Stadtteil Rengen lebt. Wegen den Sprachschwierigkeiten fand sie anfangs auch keine Beschäftigung. "Unsere Mentalität ist ganz anders. Wir sind fröhlicher, versuchen immer positiv zu denken, sind temperamentvoller, spontaner, reden viel miteinander, die Familie ist uns sehr wichtig und wir suchen aus Interesse sofort Kontakt zu Fremden, egal ob sie unsere Sprache sprechen oder nicht. Ich war auch hier immer versucht, mit den Menschen in Kontakt zu kommen", sagt die Brasilianerin, die ein privates Hilfsprojekt für Kinder in einem Armenviertel in ihrer Heimat unterstützt. Heimweh hat sie zwar immer noch, vermisst ihre Familie, Freunde, die Sonnenstrände, brasilianisches Bier und Musik, aber zurück möchte sie trotz europäischer kalter Witterung nicht mehr: "Ich liebe mein Heimatland, aber ich bin gerne hierhin gekommen und bleibe auch." (HG)In loser Folge stellen wir Einwohner aus der Vulkaneifel vor, die ihre Wurzeln im Ausland haben. -pf.

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