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Übernahme der Kelberger Firma Plamex ohne Folgen für die 50 Arbeitsplätze

Wirtschaft : Kelberger Maschinenbaufirma wird übernommen, 50 Arbeitsplätze bleiben erhalten

Unternehmensehe ist vollzogen: Eifeler Unternehmen Plamex wird Teil der Reifenhäuser-Gruppe aus Troisdorf.

Nicht nur im privaten Leben sucht man sich den Ehepartner – hoffentlich – gut aus. Die Familien müssen zueinander passen. Im Falle der Herchenbachs aus Kelberg und der Reifenhäusers aus Troisdorf ist das offenkundig so. Seit Mitte Februar gehen beide familiär und inhabergeführte Mittelständler zusammen, unter dem Dach der Reifenhäuser-Gruppe. Plamex entwickelt und fertigt nach Maß sogenannte Extrusionsanlagen und -komponenten, die hochwertige Folien etwa für die Lebensmittelindustrie und Medizintechnik herstellen können. Und Reifenhäuser ist im selben Bereich tätig, dort nach Angaben von Unternehmenssprecher Wolfgang Högemann Weltmarktführer mit Absatzmärkten verteilt über den ganzen Globus.

Der Sinn der Übernahme: „Durch die Akquisition fügt die Reifenhäuser-Gruppe ihrem Portfolio weitere innovative Produkte hinzu. In unseren Kundengesprächen können wir jetzt noch differenzierter beraten und die optimale Anlage für den jeweiligen Anwendungsfall liefern“, begründet Geschäftsführer Bernd Reifenhäuser den Schritt.

Dabei wird es auch Kontinuität geben. Ein weiterer Geschäftsführer bleibt Maximilian Herchenbach, zusätzlich unterstützt von Manfred Kurscheid. Auch der Kelberger Seniorchef Jochen Herchenbach bleibt als Berater mit an Bord. Der neue Name Reifenhäuser Blown Film Plamex GmbH & Co. KG kündet von der Veränderung, und die soll auch für die 50 Beschäftigte in der Eifel keine negativen Folgen haben.

„Die Arbeitsplätze bleiben erhalten“, sagt Högemann, „im Gegenteil, am Standort Troisdorf werden wir auch noch expandieren.“ Es sei eine klassische Win-win-Situation, von der beide Unternehmensteile profitieren sollen, denn während Reifenhäuser sein Portfolio erweitern kann, könne Plamex auf das weltweite Vertriebsnetz von Reifenhäuser zugreifen.

„Für uns gibt es derzeit auch angesichts der politischen Turbulenzen keine Markteintrübung“, schildert Högemann einen sorgenfreien Absatz, der auf dem nach wie vor exzellenten Ruf von „Made in Germany“ beruhe wie auf der Kompetenz des Unternehmens, maßgeschneiderte High-End-Anfertigungen aller Größenordnungen zu liefern. „Ein Schwerpunkt für uns ist Südostasien, auch in Teilen Südamerikas ist Aufwind spürbar, in Afrika haben wir einen Fuß in der Tür.“

Und so ist Fachkräftesuche für das Unternehmen, das nun im Rheinland und in der Eifel entwickelt und produziert, ein Thema. „Wir sind bei Arbeitgeber-Rankings zumeist auf den vorderen 50 Plätzen, bieten attraktive Leistungen wie etwa ein Mutter-Kind-Zimmer und setzen viel Wert auf eine fundierte Ausbildung“, erläutert der Unternehmenssprecher. Ob dieses Plus auf Kelberg ausstrahlt, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall sei der Standort in der Eifel gesichert.