Ulmen: Bundeswehrangestellter unter Betrugsverdacht

Ulmen: Bundeswehrangestellter unter Betrugsverdacht

Erstmals äußert sich die Staatsanwaltschaft in Koblenz zu dem Ermittlungsverfahren gegen einen 60-jährigen Angestellten der Bundeswehr und den Inhaber eines Möbelhauses aus dem Kreis Cochem-Zell. Der Mitarbeiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Mayen, Außenstelle Ulmen, steht unter dem Verdacht, Ausschreibungen der Bundeswehr manipuliert und dafür Zuwendungen erhalten zu haben.

Die bisherigen Ermittlungsergebnisse sollen dies bekräftigen. "Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen hat den Verdacht bestätigt", sagt Harald Kruse, Leitender Oberstaatsanwalt in Koblenz. Allerdings dauern die Ermittlungen noch an. Wann und ob es zu einer Anklage kommt, steht noch nicht fest. Bei dem Fall dreht es sich offenbar um insgesamt drei Küchen, die für verschiedene Standorte der Bundeswehr bestellt wurden. Nach einer anonymen Anzeige durchsuchten Beamte der Staatsanwaltschaft und eine für Wirtschaftskriminalität zuständige Polizeieinheit aus Koblenz im vergangenen Jahr sowohl Privat- als auch Geschäftsräume der beiden Verdächtigen und beschlagnahmten Akten und Computer. Der beschuldigte Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums ist seit Beginn der Ermittlungen nicht mehr im Dienst. Kevin Rühle

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