Ulmener wollen Stollen nutzen

Ulmener wollen Stollen nutzen

Die Stadt Ulmen möchte die unterirdische Verbindung zweier Vulkane, den Römerstollen zwischen Jungferweiher und Maar, touristisch nutzen. Doch der Weg zum Ziel scheint noch unklar.

Ulmen. Jungferweiher, Forstbericht, die Lage der PEG: Im Ulmener Stadtrat drehte sich in der jüngsten Sitzung fast alles um mögliche Einnahmequellen der Eifelstadt.
Dabei konnte Stadtbürgermeister Günther Wagner mit einer erfreulichen, wenn auch wenig überraschenden Nachricht aufwarten: Die erste Rate des Kommunalen Entschuldungsfonds ist bewilligt und überwiesen. Immerhin 67 375 Euro kann die Stadt für die Reduzierung der Kassenkredite verwenden.
Die touristische Hoffnung der Stadt Ulmen ist die unterirdische Verbindung zweier Vulkane, der Römerstollen zwischen Jungferweiher und Maar. Dass dieser für den Fremdenverkehr erschlossen werden soll, hat der Rat bereits beschlossen. Doch wie, ist noch unklar.
"Der Stollen ist eine tolle Idee. Aber ist das die richtige Reihenfolge, oder müsste man zuvor andere Behörden mit ins Boot nehmen", fragte Rolf Weber (BFU), der damit den vorliegenden Beschluss, den Stollen für mehr als 10 000 Euro vermessen und beurteilen zu lassen, infrage stellte. VG-Chef Alfred Steimers wies darauf hin, dass zumindest die Vermessung nötig sei, um einige offene Fragen zu klären.
Momentan ist laut Steimers noch nicht geklärt, wem der Stollen gehört, da der genaue Verlauf nicht bekannt ist.
Zudem sei jüngst ein Hohlraum gefunden worden, dessen Gefahrenpotenzial erst geklärt werden müsse. "Wir müssen die Vermessung machen, damit Probleme ausgeschlossen werden", sagte Steimers. Eine Förderung des Projekts sei durchaus möglich, wenn es einen wirklichen touristischen Mehrwert habe. KR

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