Ulrich Umbach hat unter dem Titel "Die Eifel-Ardennensau" sein zweites Buch über die Jagd und die Schweißhundarbeit geschrieben.

Wildtiere : Förster schreibt Buch zweites Buch über die Jagd

Ulrich Umbach fordert in seinem neuesten Werk: „Die Eifel-Ardennensau“ einen verantwortungsbewussten Umgang mit Wildtieren.

Wie wir aufwachsen, prägt unser ganzes Leben: Diese Erkenntnis trifft auf Ulrich Umbach in mehrfacher Weise zu. Stammt doch der 69-Jährige aus einer traditionsreichen Darscheider Förster- und Jagddynastie und schlug selbst als junger Mann die Försterlaufbahn ein. Es gab keine Stunde in seinem Leben, in der kein Hund zur Familie gehörte. Er begann selbst unter Anleitung seines Vaters als 14-Jähriger mit der Schweißhundarbeit und ist seit Jahrzehnten landauf, landab als anerkannter Schweißhundführer tätig.

Und offenbar hat Umbach ein weiteres Talent seines Vaters geerbt. Denn dieser war bekannt dafür, dass er höchst unterhaltsam Geschichten erzählen konnte, verbunden mit einem leidenschaftlichen Eintreten für waidgerechte Bejagung. Von all diesen prägenden Erfahrungen war schon in Ulrich Umbachs erstem Buch „Auf den Knien durch die Eifel“ die Rede. Das Buch erschien 2016, erhielt 2017 die Auszeichnung zum „Jagdbuch des Jahres“ und liegt aktuell in der dritten Auflage vor. Doch hatte Umbach, der 34 Jahre lang das Forstrevier Kelberg und weitere sechs Jahre das in Mannebach leitete, der in Sachen Forst und Jagd für das Land Beratungsaufgaben wahrnahm und der zudem seit 1989 Kreisjagdmeister ist, nach Herausgabe des ersten Buches noch etliche Geschichten auf Lager. „Und die Appelle für einen fairen Umgang mit den Wildtieren sind heute nötiger denn je“, merkt er kritisch an. So ist der kritische Blick – bei allem Unterhaltungswert – auch durchgängiges Prinzip in Umbachs neuem Buch „Die Eifel-Ardennensau“. Am deutlichsten in dem Kapitel „Quo vadis, Jagd?“.

Schon die Überschrift bringt Besorgnis und Skepsis zum Ausdruck. Wohin etwa werde es führen, fragt Umbach, dass neuerdings Taschenlampen bei Schussabgaben zugelassen sind und dass technische Neuerungen wie Nachtsichtgeräte, Wärmebildkameras und Drohnen auf den (Jagd-)Markt drängen?

Er habe bei vielen Jagdscheininhabern zunehmend den Eindruck, dass es nicht auf die Qualität, sondern auf die Quantität der Erlegungsstatistik ankomme. Und schreibt: „Ich hätte nie geglaubt, dass ein solch fundamentaler Wandlungsprozess in der Jagdausübung sich so schnell manifestieren würde.“ Betont gleichermaßen: „Die Jagd muss Wildbestände regulieren“ und „Es gibt auch noch die ordentlichen, waidgerechten und fairen Jäger.“

Durchgängige Auftritte haben in Umbachs zweitem Buch auch wieder seine Hunde – „die Besten der Besten“, schwärmt er. Ob Seppel, Edda, Bodo, Bobby oder Birka und Diana. Viele Tausende verletzte Stücke Wild hat er mit ihnen gefunden und manches Leid verkürzt.

Und die „Eifel-Ardennensau“? Sie hat dem Buch und dem ersten der 18 Kapitel den Namen gegeben. Es gab sie nur ein Mal, mehr wird hier nicht verraten. Die Neuerscheinung „Die Eifel-Ardennensau. Reflexionen und Erlebnisse eines Jägers und Schweißhundführers“ von Ulrich Umbach ist als gebundenes Buch im Neumann-Neudamm-Verlag erschienen, hat 232 Seiten und kostet 20,60 Euro. Der erste Band „Auf den Knien durch die Eifel“ aus demselben Verlag kostet 19,95 Euro.

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