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Um die Gesundheitsversorgung muss gekämpft werden

Kommentar : Es muss gekämpft werden!

Die medizinische Versorgung der Menschen im Gerolsteiner Land (und also auch kreisweit) muss neben der Pandemiebekämpfung umgehend ganz oben auf die Prioritätenliste von Stadt-, VG- und Kreispolitik gesetzt werden – und zwar fraktionsübergreifend.

Die Erfahrungen aus den Schließungen der beiden Geburtshilfestationen in Gerolstein und in Daun, der Reduzierung des Bereitschaftsdienstes und die Schließung der Chirurgie in der Brunnenstadt haben gelehrt, dass nur präventives und vorausschauendes Handeln zielführend ist. Ist erst mal eine Abteilung geschlossen, ist das Angebot für alle Zeit für die Bürger in der Region verloren.

Ziel der künftigen Anstrengungen muss es natürlich erstens sein, dass nicht noch weitere Abteilungen in der Gerolsteiner Klinik geschlossen werden. Ist der (privatwirtschaftlich  agierende) Träger davon nicht abzubringen, darf dennoch nicht die Flinte ins Korn geworfen werden. Der Ausbau des Notarztstandortes in Gerolstein (ob weiterhin durchs Krankenhaus oder einen anderen Träger wie etwa in Adenau) wäre ein weiteres zentrales Ziel, das bereits jetzt in den Fokus genommen werden sollte. Dazu zählt, rund um die Uhr einen Krankentransportwagen vorzuhalten (und nicht wie derzeit nur von 7 bis 17 Uhr), damit für weniger schwerwiegende Versorgungsfahrten nicht der Rettungswagen blockiert wird und wirklich Bedürftige auf Hilfe warten müssen. Und dazu zählt eben auch, Ärzte mit einer guten Bezahlung anzulocken, damit die Dienste rund um die Uhr besetzt und die Bürger somit dauerhaft versorgt sind.

Und dann wäre da noch, jetzt schon massiv für den Aufbau eines medizinischen Versorgungszentrums zu kämpfen, um nicht bereits in naher Zukunft, wenn so mancher Arzt im Gerolsteiner Land in Ruhestand geht, stark unterversorgt zu sein. Die Kommunalpolitiker, gleich welcher Couleur, sowie alle Bürger sind aufgefordert, die Landesregierung, gleich welcher Couleur, hier in die Pflicht zu nehmen.

m.huebner@volksfreund.de