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Umbau der Gerolsteiner Grundschule soll nach den Sommerferien enden

Bildung : Umbau Grundschule: Ein Ende ist in Sicht

Nach den Sommerferien soll die Modernisierung der  Grundschule Waldstraße abgeschlossen sein. Im Herbst ist die Wiedereröffnung der Sporthalle geplant. Falls das Corona-Virus den Zeitplan nicht noch durchkreuzt.

Mehr als zwanzig Unternehmen verschiedenster Gewerke arbeiten zurzeit gemeinsam auf dem Gelände der Grundschule Waldstraße. Im neuen Anbau des Schulgebäudes, der für jedes Stockwerk jeweils eine Jungen- und Mädchen-, sowie eine behindertengerechte Toilette bietet, hat inzwischen der Innenausbau begonnen - auch der Fahrstuhl, dank dessen die gesamte Schule barrierefrei nutzbar ist, wartet in seinem Schacht auf die Inbetriebnahme nach den Sommerferien.

Denn spätestens im Juli soll dieser Teil der Grundschule nutzbar sein: „Die bisherigen Toilettenanlagen waren völlig veraltet, außerdem gab es zu wenige für die Anzahl der Schüler“, sagt Edgar Steffes vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Verbandsgemeindeverwaltung.

Zudem hätten Schüler, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, weite Wege in Kauf nehmen müssen, um zur Toilette zu gelangen. „Diese Situation war für eine Schule mit einem Inklusionskonzept nicht tragbar“, sagt Steffes. Baubeginn des neuen Schultrakts, dessen drei Etagen insgesamt 195 Quadratmeter Fläche haben, war im August 2019, die Kosten belaufen sich auf 1,25 Millionen Euro. „Doch in dieser Summe sind die Ausgaben für die Modernisierung der Klassenzimmer der Grundschule eingeschlossen, sagt Hausmeister Markus Schmitz. „Jeder Raum hat nun EDV-Anschlüsse und die gesamte Stromverteilung ist heutigen Maßstäben entsprechend verlegt worden.“ Jeder Raum biete nun mehrere Steckdosen, in früheren Zeiten hätten jeweils ein, zwei Stromanschlüsse ausgereicht - „doch die  Ausführung dieser Arbeiten erfolgte zum Großteil noch vor der Schließung der Schule im Zuge der Corona-Pandemie:

„Dafür waren im laufenden Schuljahr sechs Bauabschnitte notwendig, die Klassen mussten von einem Raum in den nächsten umziehen“, erzählt der Hausmeister. Immerhin einen Vorteil hätte die Krise in den vergangenen Wochen gehabt: „Die Bauarbeiten am Gebäude gingen weiter, ohne den Schulbetrieb zu stören.“

Gegen den Aufwand, den die Komplettsanierung der Sporthalle mit sich bringt, wirken die Arbeiten am Grundschulgebäude wie kleinere Sanierungsmaßnahmen. Die gesamte, 1300 Quadratmeter große Halle, wurde faktisch entkernt.

Stein des Anstoßes war der Einsturz eines Teil des Hallendachs am 12. Juni 2018. Auf dem damaligen Flachdach hatte sich Wasser angesammelt, nur durch viel Glück wurden damals weder Schüler noch Lehrer ernsthaft verletzt - denn die Halle war zum Zeitpunkt des Dacheinsturzes voll besetzt: 90 Kinder und vier Erwachsene hielten sich in dem Gebäude auf. Ein Schüler erlitt bei der anschließenden Evakuierung einen Schlüsselbeinbruch, ein anderer Schürfwunden.

Inzwischen bedeckt ein Satteldach die ansonsten bis auf die Außenmauern nackte Halle –  jeder der angebrachten Binder wiegt rund sieben Tonnen. Erst wenn die Lichtschächte in der Decke angebracht sind, geht es mit dem Innenausbau weiter. „Das wird zeitnah geschehen“, sagt Edgar Steffes. „Falls uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.“ Dann wird ein neuer Schwingboden aufgebracht, die Wände werden mit einem Prellschutz versehen und eine moderne, ausfahrbare Tribüne wird an einer Seite des Gebäudes angebracht. Die Turn- und Sporthalle ist in Zukunft in drei Bereiche aufteilbar, entsprechend viele Umkleide- und Sanitärräume sind nun im Bau. „Auch hier waren Duschen, WCs und die vorhandene Lüftungs- und Heizungstechnik veraltet und werden nun erneuert“, sagt Hausmeister Markus Schmitz, der neben seinen sonstigen Tätigkeiten kräftig mit anpackt.

„Insgesamt wird der Ausbau der Halle mit rund 3,4 Millionen Euro zu Buche schlagen“, sagt Edgar Steffes. Die Umbaumaßnahmen sollen spätestens im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein.