Umbau der Hauptstraße in Sicht

Umbau der Hauptstraße in Sicht

Die Vorbereitungen für den ersten Teil des Umbaus der Hauptstraße in Gerolstein sind beinahe abgeschlossen. Anfang September soll es losgehen - wenn auch mit dem Ausbau der angrenzenden Raderstraße begonnen wurde.

Gerolstein. Die losen und teilweise kaputten Pflastersteine in der ehemaligen Fußgängerzone in Gerolstein, die schon mehrfach geflickt wurden, sind seit Jahren ein großes Ärgernis für Fußgänger und Anwohner. Für die einen sind es Stolperfallen, für die anderen eine Ursache für Lärm - wenn die Autos darüber rumpeln. Das soll bald ein Ende haben: Der Bauausschuss der Stadt hat nun für den ersten Abschnitt des Ausbaus der Hauptstraße grünes Licht gegeben.

Der sieht die Erneuerung des Fahrbahn- und Gehwegbelags vom Beginn der Hauptstraße an der Einmündung der Raderstraße bis zum Ärztehaus in der Hauptstraße 18 vor. Das sind rund 140 Meter. Zudem soll der Fahrbahnbelag rund um den Brunnen am Rondellvorplatz erneuert werden. Das fehlende Zwischenstück sowie die restliche Strecke bis zum Alten Rathaus soll zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden.

Kernpunkt ist die Asphaltierung einer 3,50 Meter breiten Fahrspur. Denn: Der Pflasterbelag hat der Belastung durch den Autoverkehr nicht standgehalten. Damit wird auch dem Umstand Rechnung getragen, dass die Hauptstraße keine Fußgängerzone mehr ist. Die Randbereiche sowie die Parkbuchten wiederum werden mit Betonsteinen gepflastert.

Für die Wasserrinne und die leichten Erhöhungen im Eingangsbereich der Hauptstraße sowie vor dem Aufgang zur St.-Anna-Kirche, die Verkehresberuhigung und Gestaltungselement in einem sein sollen, werden Natursteinpflaster verwendet. Welche Art, ist aber noch nicht ganz klar. "Der Ausschuss tendiert jedoch zu dunklem Granitstein", sagt Klaus Jansen, Bauabteilungsleiter im Gerolsteiner Rathaus. Das würde gegenüber der Alternative mit Blaubasalt eine Kostenersparnis von rund 16 000 Euro bringen.

Der Gesamtauftrag für den ersten Bauabschnitt, für den die Firma Backes aus Auw den Zuschlag erhalten hat, beläuft sich demnach auf 220 000 Euro. Hinzu kommen rund 30 000 Euro für das Umsetzen der Straßenbeleuchtung, für Bepflanzung und Honorarkosten.

Bauabteilungsleiter Jansen geht von "acht bis zehn Wochen Bauzeit" aus. Währenddessen wird es vermutlich zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Jansen sagt: "Die Verkehrsregelung einschließlich der Frage der Sperrung wird mit dem Gewerbeverein und den Anliegern erörtert. Vollsperrung für den Auto-Verkehr wird erforderlich sein, Lieferverkehr wird weitestgehend sichergestellt."

Für den nun vergebenen Auftrag erhofft sich die Stadt 130 000 Euro Zuschuss aus den Mitteln der Stadtsanierung, die verbleibenden 120 000 Euro gehen zulasten der Stadt.

Das Gesamtkonzept sieht eine Sanierung der Hauptstraße von der Einmündung der Raderstraße bis zum Alten Rathaus vor. Die Kosten für den zweiten Abschnitt vom Ärztehaus bis zum Rondellvorplatz einschließlich der Neugestaltung des Platzes werden derzeit mit 600 000 Euro kalkuliert, die für das dritte Teilstück bis zum Alten Rathaus mit weiteren 763 000 Euro.

Zuschüsse aus Mitteln der Stadtsanierung fließen nur noch dieses Jahr, also für den ersten Bauabschnitt. Für den künftigen Umbau der Hauptstraße lautet die Kostenverteilung: 30 Prozent die Stadt, 70 Prozent alle Grundstückseigentümer der Kernstadt Gerolstein über den wiederkehrenden Beitrag.