"Unser Ziel ist der gesunde Mensch"

"Unser Ziel ist der gesunde Mensch"

DAUN. Seit 25 Jahren besteht die Coronarsportgruppe Daun, deren Ziel es ist, herzkranken Patienten die Möglichkeit zu geben, unter ärztlicher Aufsicht Sport zu treiben und damit das Leben wieder lebenswert zu machen.

Die moderne Gesellschaft fordert ihren Preis, und in der Liste der Erkrankungen haben Herzleiden in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Bei den Betroffenen leistet die Medizin (Pharmazie und Chirurgie) heute ungeheuer viel. Neben der medizinischen "Nachsorge" muss jedoch dauerhaft etwas für den Körper, aber auch für die meist angeschlagene Seele getan werden. Sport im Dienste der Rehabilitation und Gesunderhaltung steht im Mittelpunkt des Coronarsportes. Die Coronarsportgruppe Daun verfolgt diese Aufgabe nun schon seit einem Vierteljahrhundert - mit wachsendem Erfolg.Vor der Gründung waren viele Fragen zu klären

"Unser Ziel ist der gesunde Mensch. Dazu wollen wir unseren Patienten verhelfen", sagt Internist Dr. Volkhard Bangert, Vorsitzender der Coronarsport-gruppe Daun. Verdient machten sich der ehemalige Direktor der AOK Daun und frühere Dauner Stadtbürgermeister Ferdinand Kettenhofen sowie der ehemalige Chefarzt des Dauner Krankenhauses Maria-Hilf, Dr. Dieter Torzewski, die im Jahr 1979 mit den Vorbereitungen und Verhandlungen mit Kreis, Stadt, Sportbund und DRK für die Gründung einer Coronarsportgruppe begannen. Denn es waren viele versicherungsrechtliche Fragen zu klären, ein Übungsraum musste gefunden werden, und auch Sponsoren für die Anschaffung der notfallmedizinischen Geräte waren nötig. Am 10. Februar 1981 war es dann in der Halle des Thomas-Morus-Gymnasiums soweit, und die erste Übungsstunde begann. In den vergangenen 25 Jahren waren 257 Patienten Teilnehmer der Coronarsportgruppe. "In diesen 25 Jahren hatten wir nie einen Herznotfall während der Sportstunden", berichtet Bangert stolz. Heute sind 54 Patienten in der Coronarsportgruppe Daun eingeschrieben. Eine hervorragende sportliche Betreuung durch entsprechend ausgebildete Übungsleiter (mit allen vorgeschriebenen Lizenzen und fortlaufender Schulung auf allen sportlich relevanten Gebieten) und eine ständige ärztliche Aufsicht während der Übungsstunden, Rücksichtnahme auf das Leistungsvermögen jedes Einzelnen: diese Voraussetzungen sind eine Selbstverständlichkeit. Auch für das gesellige Leben wird einiges getan. Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich, jeweils am Donnerstag zu einer Übungseinheit. "Das ist eine schöne Gruppe hier", sagt Horst Willems aus Daun-Rengen. Auch Bangert lobt seine "tolle Truppe": "Der gruppendynamische Zusammenhalt, der freundliche, kameradschaftliche Umgang miteinander, insbesondere die Freude beim dritten Übungsteil, dem Faustballspiel, wo Männer zu Helden werden, kann nur jemand begreifen, der daran teilgenommen hat." Jeder kann bei den Übungsstunden nach seinen körperlichen Möglichkeiten mitmachen.Ein großer Zusammenhalt innerhalb der Gruppe

Bei der Jubiläumsfeier im Hotel "Zum goldenen Fässchen" in Daun lobte Professor Bernd Krönig vom Landesverband für Prävention und Rehabilitation die Erfolge der Dauner Coronarsportgruppe. "Ich habe hier eine große Kooperation zwischen Ärzten und Übungsleitern festgestellt und mit ihrer Übungs-, Trainings- und Präventionsarbeit hat sich die Dauner Herzgruppe hervorgetan." Geschäftsführer Franz Jung und Ferdinand Kettenhofen wurden anlässlich der Feierstunde mit einem Geschenk für ihre Arbeit zum Wohl der Coronarsportgruppe geehrt. Eine besondere Ehrung wurde Dieter Torzewski zu Teil. Er wurde für seine Verdienste vom Vorsitzenden Volkhard Bangert zum Ehrenmitglied der Coronarsportgruppe ernannt.

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