Unvorstellbare Mengen

GEROLSTEIN. (git) Für 50 TV -Leser wurde die Besichtigung des Gerolsteiner Brunnens zum interessanten und erfrischenden Ferienspaß.

Ein Dokumentarfilm über das Phänomen des ständigen Wasserkreislaufs zeigte die Entstehung des Mineralwassers. Die Quellen liegen bis zu 180 Meter unter der Erde. Hier wird nach dem kostbaren Gut gebohrt, und per Pipeline wird es in die Abfüllanlagen transportiert.Albert Heiden aus Kell am See wollte wissen, ob die Brunnen jemals leer werden? Seine Frage beantwortete Renate Schwartz vom Mineralbrunnen so: "So lange es regnet, haben wir Wasser. Der Gerolsteiner Brunnen hat 23 Quellen, und immer wieder werden neue gebohrt."Dieses Wasser wird in fünf Anlagen des Werkes abgefüllt, und zwar 15 000 Flaschen in einer Stunde. Erika Steils aus Bitburg konnte nur staunen: "Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wo das Mineralwasser her kommt. Ich finde das sehr interessant hier."Interessantes ums Mineralwasser erklärte Schwartz den Besuchern. So erfuhren sie, dass es mindestens 40 bis 50 Jahre dauert, bis aus Regen Mineralwasser geworden ist. Dieses kommt mit einer Temperatur von acht bis elf Grad in der Abfüllanlage an. Dort wird ihm zunächst die Kohlensäure entzogen, die dann dosiert wieder zugeführt wird. Sie erklärt weiter, dass Mineralwasser nur am Quellort abgefüllt werden darf und ein absolut reines Naturprodukt ist.Mit diesem Produkt werden im Hochsommer täglich 570 LKW beladen. An allen anderen Tagen sind es 300 bis 400 LKW am Tag. Gabi Stöcker aus Idesheim, die mit drei Kindern zur Betriebsbesichtigung gekommen war, konnte es kaum glauben: "Diese Mengen, die da täglich umgeschlagen werden, kann man sich gar nicht vorstellen. Ich bin beeindruckt."Und damit das alles reibungslos klappt - von der Bohrung über die Abfüllung bis hin zum Versand -, sind im Unternehmen mehr als 800 Mitarbeiter und 49 Auszubildenden beschäftigt.Besonders beeindruckend war für die Besucher ein Blick in die Abfüllanlage. Unendlich viele Flaschen auf endlos langen Transportbändern durchlaufen riesige Hallen. An einem durchschnittlichen Tag werden vier Millionen Flaschen abgefüllt. Stellt man sie in einer Reihe auf, ist das eine Strecke von 280 Kilometern. Im Hochsommer sind es sechs bis sieben Millionen Flaschen. Stefanie Jakobs (zwölf Jahre) aus Trier beschreibt die Abfüllanlagen so: "Das ist eine Achterbahn für Flaschen."Der Gerolsteiner Brunnen bietet täglich um 15 Uhr an Werktagen kostenlose Führungen an. Info: Telefon 06591/14238.