Ursachenforschung wird fortgesetzt

Ursachenforschung wird fortgesetzt

Die Ursache des Großbrandes mit einem Millionenschaden im Kelberger Gewerbegebiet in der Nacht von Montag auf Dienstag ist nach Auskunft der Kripo Wittlich noch nicht geklärt. Heute und morgen werden die Ermittler noch einmal die Unglücksstelle untersuchen. Zudem gehen die Aufräumarbeiten weiter.

Kelberg/Wittlich. "Bislang keine neuen Erkenntnisse." So lautet die Antwort der Kripo Wittlich auf die Frage des TV, was es in Sachen Großbrand in Kelberg Neues gebe. Die Begehung der Brandstelle am vergangenen Mittwoch habe bislang nicht ausgereicht, um die Ursache zu finden. Einige Gebäude müssten zudem aufgrund der Schäden durch die enorme Hitze und eingestürzter Teile zuerst mit schwerem Gerät geräumt werden, um mögliche Brandherde lokalisieren zu können.
"Möglicherweise werden wir auch noch Spürhunde einsetzen, die eventuelle Brandbeschleuniger lokalisieren können. Denn obwohl es keine konkreten Anhaltspunkte für Brandstiftung gibt, müssen wir alle denkbaren Möglichkeiten durchspielen", sagt Ferdinand Schwind, Sprecher der Kripo Wittlich.

Am heutigen Montag und morgigen Dienstag werden die Ermittler nochmals die Unglücksstelle untersuchen.
Die vom Brand betroffenen Firmen halten sich derzeit mit Aussagen, wie groß der entstandene Schaden ist und wie es nun weitergeht, zurück. So ist die TechniSat Geschäftsleitung bislang nicht bereit, Stellung zu nehmen. Man verweist darauf, dass "alle Betroffenen zurzeit alle Hände voll zu tun haben, die Fakten zusammenzustellen, um zu sehen, was getan werden muss".Firmen halten sich bedeckt

Nach Informationen des TV hat die TechniSat Gruppe den etwa 30 Mitarbeitern der betroffenen Tochterfirma TechniForm noch keine Angaben über ihre weitere Beschäftigung mitgeteilt. "Das kann was Gutes, aber auch was Schlechtes bedeuten und ist kein schöner Zustand. Aber irgendwie muss es ja weitergehen", sagte ein Mitarbeiter dem TV, der anonym bleiben wollte.

Betroffen ist auch die Kelberger Firma Wagner WMK Maschinenbau. Denn sie wird von der Firma Bauer & Etten beliefert, die komplett zerstört wurde (der TV berichtete). Zu einem Gespräch über die daraus entstehenden Folgen für das Unternehmen war die Geschäftsleitung aber nicht bereit.

Die abgebrannten Hallen gehören dem Spediteur Hans Ludwig aus Dreis-Brück. Wie es weitergeht, ist auch für ihn nicht klar. Klar ist nur, dass die beschädigten Hallen abgerissen werden müssen. Werden sie auch wieder neu aufgebaut? "Sobald wir die Freigabe der Versicherung haben, werden wir entscheiden", sagt er. Auch werde überlegt, den Firmen Ersatzhallen anzubieten.

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