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UWG Vulkaneifel: Das plant der neue Vorstand

Wahl : UWG Vulkaneifel: Das plant der neue Vorstand

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Vulkaneifel wählt Ariane Böffgen-Schildgen und Kai-Uwe Dahm zu neuen Vorsitzenden. Ziele gibt es reichlich.

Das bisherige, gleichberechtigte  Führungstrio aus Hans-Herrmann Grewe, Rudolf Matthey und Markus Fohn tritt samt Schriftführer Matthias Diederichs in die zweite Reihe und macht damit den Weg für eine Neuausrichtung der UWG frei. „Wir wollen uns im Kreis breiter aufstellen“, teilt Ariane Böffgen-Schildgen, die neue Vorsitzende, mit.

Es gelte weiterhin, bis zur Kommunalwahl 2024 wichtige Themen anzugehen, und das am besten mit vielen weiteren engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich ohne Parteibuch für den Kreis Vulkaneifel einsetzen wollen. „Stichworte sind Familie, gutes Wohnen, gut ausgestattete Schulen und ausreichende medizinische Versorgung“, sagt Böffgen-Schildgen. „Das Leben in der Vulkaneifel soll vor allem für junge Familien attraktiver werden, die Bevölkerungsabwanderung muss gestoppt werden.“ Ein wichtiges Ziel sei, entsprechende Ausschüsse des Kreistags mit UWG-Mitgliedern zu besetzen, sagt Böffgen-Schildgen, die die Wählergemeinschaft dort im Augenblick alleine und in einer Fraktionsgemeinschaft mit der SPD vertritt. „Das soziale Engagement der SPD kommt den Zielen der UWG sehr nahe“, sagt sie zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten.

Wichtig sei für sie auch, an einem Frauennetzwerk im Kreis Vulkaneifel weiter zu arbeiten. „Mit den Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken und Gudrun Nahrendorf sind wir in einem stetigen Austausch“, berichtet die Vorsitzende.

Hans-Hermann Grewe, einer der drei bisherigen Vorsitzenden, erklärt die Motivation für die Neuwahl des Vorstands: „Rudolf Mathey, Markus Fohn und ich wollen vor Ort weiter für die UWG punkten“, sagt Grewe, der als Fraktionssprecher für die UWG im Stadtrat Gerolstein sitzt. Mit Ariane Böffgen-Schildgen und Kai-Uwe Dahm habe man nun Vorsitzende, die die Wählergemeinschaft kreisweit weiter ausbauen könne. „Mathey, Fohn und ich sind 2019 als Vertreter der ehemaligen Verbandsgemeinden Obere Kyll, Gerolstein und Hillesheim gewählt worden, nun müssen andere ran. Trotzdem wollen wir drei weiterhin für eine stärkere Rolle der UWG in der Verbandsgemeinde da sein.“

Die Gründung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Vulkaneifel – noch als UWG Kylltal – datiert in das Jahr 2019. Nach der damaligen Entscheidung der Gerolsteiner FWG-Fraktion, im Vorfeld der Wahl des Verbandsgemeinde-Bürgermeisters den CDU-Kandidaten Gerald Schmitz zu unterstützen, verließen etliche Mitglieder aus Protest die Freien Wähler und schlossen sich zur UWG zusammen.

Mit Erfolg: Bei der Kommunalwahl 2020 errang die  neue politische Kraft auf Anhieb vier Sitze im Stadtrat Gerolstein, mit Gerlinde Blaumeiser stellt die UWG die dritte Beigeordnete der Stadt.

Im Kreistag vertritt Ariane Böffgen-Schildgen die UWG in einer Fraktionsgemeinschaft mit der SPD.