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Verbandsgemeinde Daun bereitet digitale Ratsarbeit vor

Kommunalpolitik : Auch die Verbandsgemeinde Daun steigt nun in die digitale Ratsarbeit ein

In der Verbandsgemeinde Gerolstein geht es schon „papierlos“ zu, in der Verbandsgemeinde Kelberg hält man den Einsatz von Tablets noch nicht für erforderlich.

Trier macht es schon länger vor: Der Stadtrat verzichtet seit Anfang 2018 auf Sitzungsvorlagen auf Papier. Die Unterlagen können stattdessen digital über Tabletcomputer gelesen werden. Resultat: Mehr als 1,6 Tonnen Papier und 22 500 Euro pro Jahr nennt die Trierer Verwaltung das Einsparergebnis. Auch für den Kreistag Vulkaneifel ist digitale Ratsarbeit schon länger Usus, in der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein sind Ende vergangenen Jahres alle Mitglieder des VG-Rates sowie die sogenannten „Nicht-Ratsmitglieder“ in den wichtigsten Ausschüssen mit Tablets ausgestattet worden, berichtet Büroleiter Hans-Josef Hunz.

„Die Schulungen haben stattgefunden und die I-Pads werden im Echtbetrieb eingesetzt, bisher ohne große Probleme und zur allgemeinen Zufriedenheit der Rats- und Ausschussmitglieder. Inzwischen interessieren sich auch die ersten Gemeinderäte für die digitale Gremienarbeit; konkrete Entscheidung stehen auf dieser Ebene aber noch aus.“

Und in der VG Daun? Wo sich der neue Bürgermeister Thomas Scheppe, seit dem 1. Februar im Amt, auf die Fahnen geschrieben hat, die Digitalisierung voranzutreiben? Dort soll es jetzt auch voran gehen. Um den Herausforderungen einer modernen Verwaltung gerecht zu werden, strebt die VG die Einführung der digitalen (papierlosen) Gremienarbeit an. Die Vorteile: weniger Personaleinsatz und Einsparungen, wenn Druck, Aufbereitung und Versand der Sitzungsunterlagen wegfallen.

Zum anderen soll durch die Einführung „ein attraktives und zeitgemäßes Angebot für die ehrenamtliche Arbeit der Ratsmitglieder geschaffen werden, da die Möglichkeit einer mobilen und flexiblen Gremienarbeit, zu jeder Zeit und an jedem Ort, besteht“, heißt es in einer Sitzungsvorlage. Der Umstieg ermögliche eine papierlose Ratsarbeit, vom elektronischen Versand der Einladungen bis hin zur elektronischen Bereitstellung der Sitzungsvorlagen und Niederschriften.

Zunächst sollen die Beigeordneten und jedes Mitglied des 36-köpfigen VG-Rats mit einem Tablet ausgestattet werden. Mit dem Kreis Vulkaneifel ist abgestimmt worden, dass die Ratsmitglieder, die auch im Kreistag sitzen, das vom Kreis zur Verfügung gestellte Tablet nutzen können.

Der Kreis wird das Tablet weiterhin verwalten und die erforderliche App installieren. Was bedeutet: Die VG Daun will 35 Tablets anschaffen. Die Ratsmitglieder werden sich aber noch etwas gedulden müssen, ist doch derzeit mit einer Lieferzeit der Geräte von drei bis vier Monaten zu rechnen. Die Kosten der technischen Aufrüstung belaufen sich laut VG auf etwa 14 000 Euro. Im ersten Schritt wird der VG-Rat „digitalisiert“, aber dabei wird es nicht bleiben, denn „einige Gemeinden haben auch Interesse daran“, sagt Bürgermeister Scheppe.

Auch in der VG Kelberg ist vor einiger Zeit über das Thema digitale Ratsarbeit gesprochen worden. Ergebnis: „Die Beschaffung von iPads für die Ratsarbeit in unserer Verbandsgemeinde wird zur Zeit für nicht erforderlich gesehen“, teilt Büroleiterin Karin Ternes mit.