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"Verbindung zwischen Bürgern"

"Verbindung zwischen Bürgern"

WALSDORF. (HG) Für Radsportfreunde gibt es eine neue Attraktion in der Region. In Walsdorf wurde der acht Kilometer lange erste Abschnitt des neuen Kalkeifel-Radwegs eröffnet.

Nicht nur Pfarrer Bruno Comes, der den ersten Abschnitt segnete, war "ganz heiß" darauf, endlich auf die acht Kilometer lange Strecke zu kommen. Aus Bolsdorf, dem Ausgangspunkt des Kalkeifel- Radwegs, war eine große Gruppe gekommen, um bei der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeisterin Heike Bohn, den Hillesheimer Stadtbürgermeister Matthias Stein und den Walsdorfer Ortsbürgermeister Horst Kolitsch dabei zu sein. "Dieser Radweg ist nicht nur eine neue touristische Attraktion, sondern auch eine Verbindung zwischen den Bürgern", sagte Stein und deutete damit den gefährlichen Zustand an, dem Radfahrer ausgesetzt waren, die bislang über die B 421 von Walsdorf nach Hillesheim fuhren. Der Kalkeifel-Radweg schließt die Lücke zwischen dem Kylltal-Radweg und dem Ahrtal-Radweg und soll nach dem Wunsch der Verbandsgemeinde Hillesheim und der VG Daun auch noch an den Maare-Mosel-Radweg angeschlossen werden. Später soll der Radweg so insgesamt 22,5 Kilometer lang sein. In Ahrdorf soll er auf den Ahrtal-Radweg treffen. Ende 1999 erwarb die Stadt Hillesheim nach"nicht einfachen Verhandlungen" (Stein) mit der Bahn die still gelegte Bahnstrecke. Einschließlich des Grunderwerbs der Bahnstrecke kostete das acht Kilometer lange Teilstück 134 000 Euro. Das Land steuerte 94 000 Euro als Zuschuss bei. Zehn Prozent der Baussumme gab die Wirtschaftsförderung Vulkaneifel (WfG) dazu, die restlichen 20 Prozent tragen die vier Ortsgemeinden Walsdorf, Kerpen, Üxheim und Niederehe. Den vorzeitigen Baubeginn hat allerdings allein die Gemeinde Walsdorf ermöglicht, die das Projekt mit 100 000 Euro vorfinanzierte. Momentan endet der in Bolsdorf beginnende Kalkeifel- Radweg anderthalb Kilometer vor Kerpen an der Gemarkungsgrenze. Doch Heike Bohn verkündete eine frohe Botschaft. Harald Enders, Leiter des Landesbetriebs Straßen und Verkehr (LSV), lobte bei einem Erörterungstermin die kostengünstige Initiative und ermöglichte innerhalb von zwei Tagen zusammen mit der Verwaltung Hillesheim den Weiterbau der Strecke. "Wir dürfen jetzt ein Stück in Richtung Kerpen bis zum Anschluss der alten K 59 weiterbauen und werden das auch zügig umsetzten", versprach Bohn.