Verfahren eingestellt: Frau hat Nacktfotos selbst verschickt

Verfahren eingestellt: Frau hat Nacktfotos selbst verschickt

Im Prozess um per Handy verschickte Nacktfotos ist der Angeklagte freigesprochen und das Verfahren eingestellt worden: Die Anzeigenerstatterin, die auf den Bildern zu sehen ist, hat zugegeben, diese selbst versendet zu haben. Das kam bei der Verhandlung am Mittwoch vor dem Amtsgericht in Daun heraus.

Daun. Mit einer überraschenden Wende endete am Mittwochnachmittag der Nacktfoto-Prozess vor dem Amtsgericht in Daun. Nicht der 49-jährige Angeklagte, der mittlerweile im Ruhrgebiet lebt, hat Nacktfotos seiner 50-jährigen Ex-Freundin mit dem Handy verschickt, sondern die Frau selbst. Das kam im Laufe des Prozesses ans Tageslicht. Der Fall ist vor rund einem Jahr im Kreis Vulkaneifel passiert, wo die Anzeigenerstatterin auch jetzt noch wohnt.
Laut Anklageschrift hatte das Paar gegenseitig Nacktfotos von sich gemacht und die Bilder per Handy ausgetauscht. Als die Frau die Beziehung beenden wollte, soll der Mann gedroht haben, die Fotos der Frau an Fremde zu verschicken. Ein Bekannter des Paars hatte Bilder der Frau auf seinem Handy. Während der Verhandlungen sagte er aber aus, diese nicht von dem Angeklagten bekommen zu haben.
Bei der weiteren Befragung räumte die Anzeigenerstatterin ein, die Bilder selbst verschickt zu haben. Dem Angeklagten hätten eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr gedroht. mh

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