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Verhandelt wird künftig im Container

Verhandelt wird künftig im Container

Im Amtsgericht in Daun stehen ab August umfangreiche Bauarbeiten an. Damit die Verhandlungen dadurch nicht beeinträchtigt werden, finden sie komplett in einem Ausweichgebäude statt.

 Wird saniert: das Gerichtsgebäude in Daun (rechts im Bild). Ein Teil des Personals zieht deswegen in den Container. TV-Fotos (2): Stephan Sartoris
Wird saniert: das Gerichtsgebäude in Daun (rechts im Bild). Ein Teil des Personals zieht deswegen in den Container. TV-Fotos (2): Stephan Sartoris Foto: (e_daun )

Daun. Der große Verhandlungssaal des Dauner Amtsgerichts ist nicht unbedingt ein Ort, den man kennenlernen will - besonders nicht als Angeklagter. Wer ihn in seiner heutigen Form aber doch mal sehen will, sollte sich beeilen, denn es steht eine Neugestaltung an. "Er wird komplett anders aussehen nach Beendigung der Bauarbeiten", kündigt Amtsgerichtsdirektor Norbert Kreten an.
Das passiere im Zug einer "größeren Baumaßnahme", die im August begonnen werde. Hintergrund ist, dass das Gebäude, in dem das Gericht seit 1987 residiert, nicht mehr den geltenden Brandschutzbestimmungen entspricht. Deshalb wird unter anderem eine neue Lüftungsanlage installiert.
Wegen der Arbeiten ist zwar kein kompletter Umzug erforderlich, aber verhandelt wird künftig in einem Container, der mit dem Hauptgebäude verbunden sein wird. "Durch die Arbeiten ist ja eine gewisse Geräuschkulisse unvermeidbar. Das darf aber die Verhandlungen nicht beeinträchtigen, deshalb der Umzug", erklärt Kreten. Das Gericht ist für die Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein, Hillesheim und Kelberg mit insgesamt 95 Orten zuständig.
Der Chef des Amtsgerichts geht davon aus, dass die Bauarbeiten gut ein Jahr dauern werden. Anschließend könnte der Container für andere Behörden weiter genutzt werden, denn auch das benachbarte Gebäude, in dem Kataster- und Gesundheitsamt untergebracht sind, soll saniert werden. sts