Verhandlungen gescheitert: Autohaus hat keine Zukunft
Daun · Wie bei den beiden Baumärkten haben auch beim insolventen Dauner Autohaus Knötgen die Bemühungen um eine Fortführung der Firma nicht gefruchtet. Vor 90 Jahren als Autoreparatur-Werkstatt in Pelm gegründet, endet heute die Betriebsgeschichte.
"Wir hatten viele Kontakte mit Interessenten, auch mit wirklich potenten, aber alle Verhandlungen sind gescheitert", sagt Insolvenzverwalter Hans-Albrecht Brauer (Daun), der diese Funktion im Oktober übernommen hat. "Deshalb wird der Betrieb am 30. November geschlossen."
Derzeit liefen noch Verhandlungen mit einem Interessenten, der möglicherweise einen Opel-Service anbieten könnte, aber nicht am angestammten Standort an der Umgehungsstraße in Daun. Einige der Beschäftigten haben laut Brauer schon einen neuen Arbeitsplatz, einige treten am Montag eine neue Stelle an. "Es werden wohl fünf der ursprünglich 17 Mitarbeiter sein, die noch nichts Neues haben, aber auch für die bin ich optimistisch. Ich denke, dass auch sie etwas finden werden."
Für zwei Auszubildende hat der Insolvenzverwalter mit der Kreishandwerkerschaft gesprochen. Brauer: "Dort ist man optimistisch, dass die beiden kurzfristig in einem anderen Betrieb untergebracht werden können."
Das Autohaus Knötgen blickt auf eine lange Geschichte zurück.
1923 gründete Wilhelm Knötgen in Pelm eine Werkstatt. 1967 erfolgte der Umzug von Pelm nach Daun, wo das Autohaus seitdem die Marke Opel vertritt. Der Betrieb wurde 1978 und 1998 erweitert. sts