Verletzungen vom Rallyefestival verheilt: Ehepaar will wieder nach Daun kommen

Rallyeoldtimer : Verletzungen verheilt: Niederländisches Paar will wieder zu Rallyefestival kommen

Eine Delegation des Eifel Rallye Festivals hat das Paar in den Niederlanden besucht, das zum Auftakt der Veranstaltung 2019 bei einem Unfall verletzt wurde. Mets und Titia Visser, mittlerweile komplett genesen, haben vor, zur Jubiläums-Auflage im Juli in die Vulkaneifel kommen.

Das alte Jahr aufgearbeitet, das neue Jahr längst im Blickpunkt: Beim Motorsportclub (MSC) Daun richtet sich derzeit alles auf die Ausrichtung der Jubiläumsveranstaltung: zehn Jahre Eifel Rallye Festival (ERF). Der Treffpunkt für Fans historischer Rallyefahrzeuge soll erneut ein internationales Großprojekt werden. Mit den Schatten der Vergangenheit, resultierend aus einem Unfall bei der Eröffnung der 2019er Auflage, haben sich die Macher auseinander gesetzt.

Der Schock war groß bei allen Beteiligten, als es im vergangenen Jahr ein Unfall vor dem Start des eigentlichen Festivals gab.  Beim sogenannten „shake down“, einem letzten Test unter Rennbedingungen, war ein historischer  Rennwagen, ein Audi Quattro, trotz vorschriftsmäßiger Sicherungsmaßnahmen von der Strecke abgekommen  und in eine Zuschauermenge am Rand der Piste gefahren.

Am Schlimmsten erwischt hatte es dabei das niederländische Ehepaar Mets und Titia Visser, die in Krankenhäusern behandelt und nach angemessener Zeit in ihre Heimat zur weiteren Therapie entlassen worden waren. Nach etwas Abstand und mit der Gewissheit, dass beide keine bleibenden Schäden davongetragen hatten, besuchte eine Dauner Delegation das Ehepaar in dessen Heimat, lud die beiden auch noch zum Helferabend nach Daun ein. Die beiden Rallyefreunde aus dem Nachbarland, berichtet der MSC-Vorsitzende Otmar Anschütz, hätten sich sehr über diese Geste gefreut. Auch Fahrer und Beifahrer des Unglücksautos hätten die Vissers in Holland besucht. „Wir sind sehr froh darüber, wie man sich von vielen Seiten um uns gekümmert und umsorgt hat. Wir haben auf jeden Fall vor, 2020 wieder in Daun beim Rallyefestival dabei zu sein und Freunde dort zu treffen“,  bestätigte das Gästepaar.

Wenn die rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jubiläums-Laufs in diesem Jahr (23. bis 25. Juli) die Prüfungen in Angriff nehmen,  werden sie wie auch die Tausenden von Besuchern ein regelrechtes „Revival“ des vergangenen Jahrzehnts erleben. „Wir wollen die Höhepunkte und schönsten Strecken von zehn Jahren ERF in die diesjährige Veranstaltung integrieren“, sagt MSC-Boss Otmar Anschütz.

Das bedeutet unter anderem, dass die Publikumsmagneten am Risselberg in Oberstadtfeld, der einzigen offiziellen Rennstrecke im Landkreis Vulkaneifel, und die Lehwald-Prüfung wie in den vergangenen Jahren wieder gefahren werden. „Alles andere ist entweder neu oder zumindest anders. Mehr möchten wir noch nicht verraten“, sagt Anschütz. Fest stehe bereits jetzt, „dass wir einen Überblick über ein halbes Jahrhundert Rallyesport auf höchstem Niveau geben werden. Sowohl auf der stationären Rallyemeile in Daun wie auch auf den Wertungsprüfungen.“

Im November des vergangenen Jahres war der MSC Daun bereits bei der „Safari Classic“ in Kenia vor  Ort, hatte dort weitere Kontakte geknüpft und auch Zusagen für einen Besuch in der Vulkaneifel in diesem Jahr erhalten.

Daun und Nairobi sind mittlerweile die beiden weltweit größten Fixpunkte des historischen Rallyesports. „Wir wollen an dem Bewährten festhalten, aber mit neuen Details für Teilnehmer und Fans zusätzliche attraktive Akzente setzen. Dafür ist es wichtig, die Autos im Zustand von damals zu erhalten. Unsere Teilnehmer bilden mit der Qualität ihrer Fahrzeuge und der Vielzahl der Modelle ein weltweit einzigartiges Starterfeld“, hebt Organisator Reinhard Klein von der Interessengemeinschaft „Slowly sideways“ hervor.