Veteran hat ausgedient

GEROLSTEIN. Nach Jahren des Wartens: Die Feuerwehr Büscheich bekommt für rund 65 000 Euro ein neues Fahrzeug mit einem eigenen Wassertank (TSF-W). Dadurch können Brände mit weniger Wehrleuten rascher bekämpft werden – wegen der zunehmenden Personalknappheit tagsüber eine gute Hilfe.

Die Feuerwehr Büscheich besitzt zwar ein Fahrzeug, "doch das ist bereits 30 Jahre alt und wird schon seit einigen Jahren notdürftig instandgesetzt", begründet Hermann-Josef Wirp, zuständiger Fachbereichsleiter im Gerolsteiner Rathaus, die Neuanschaffung, die nun vom Verbandsgemeinderat einstimmig beschlossen wurde. Aus der begrenzten Ausschreibung, die von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Büscheicher Wehr und dem Wehrleiter der Verbandsgemeinde, Karl-Heinz Kunze, vorbereitet wurde, ist die Firma BTG aus Görlitz als günstigste Bieterin hervorgegangen: Ihr Angebotspreis von 64 543 Euro lag gut 2000 Euro unter dem zweitgünstigsten Angebot. Rund die Hälfte der Kosten werden als Landeszuschuss erwartet. Wegen der Fülle ähnlicher Anträge wird die Verbandsgemeinde Gerolstein die Landesmittel aber voraussichtlich vorstrecken müssen. Im diesjährigen Haushalt sind aber bereits 70 000 Euro für diese Ausgabe vorgesehen. Falls die mit vier bis sechs Wochen angegebene Lieferzeit eingehalten wird, könnte das Fahrzeug bereits Anfang 2007 in Büscheich stehen. Bei dem Ersatzwagen handelt es sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem zusätzlichen Wassertank. Wirp erklärt die Vorteile: "Mit dieser Zusatzausstattung ist es möglich, sehr schnell und mit wenig Personal einen ,Erstangriff' durchzuführen, da bereits genügend Wasser im Tank vorhanden ist." Laut Wirp ist das "sinnvoll und hilfreich", da es bei den freiwilligen Feuerwehren zunehmend ein Problem sei, bei Einsätzen tagsüber rasch genügend Leute zusammenzubekommen. Denn: Viele der Wehrleute arbeiten nicht in der Heimat. Besonderheit des neuen Fahrzeugs ist die Größe des Wassertanks: Während Nachbarwehren wie die in Kalenborn noch einen 500- Liter-Zusatztank haben, bekommt die Büscheicher Wehr einen mit 750 Litern Fassungsvermögen. Durch das entsprechend stärkere Fahrgestell hat die Wehr Gewichtsreserven bei notwendigen Zusatzbeladungen - wenn sie dafür etwas weniger Wasser mitnimmt. Über diese Reserve verfügen die kleineren TSF-W nicht.