Viel Beifall für außergewöhnliches Werk

Viel Beifall für außergewöhnliches Werk

Rund 300 Zuhörer waren der Einladung des Vokalensemble Gerolstein und des Sinfonieorchester zur geistlichen Abendmusik in die St.-Anna-Kirche in Gerolstein gefolgt.

Gerolstein. (red) Mit dem Requiem op. 48 von Gabriel Fauré (1845 bis 1924) präsentierten das Sinfonieorchester Gerolstein, das Vokalensemble Gerolstein, verstärkt um einige Gastsänger sowie den Solisten Theo Eiden und Birgit Gibson unter der Leitung von Dekanatskantor Wolfgang Merkes das außergewöhnliche Werk des französischen Komponisten. An der Orgel war der junge Simon Hell.

Zu Beginn des Requiems läutet die Totenglocke der St.-Anna-Kirche. Chor und Orchester eröffneten das Konzert mit dem "Introitus und Kyrie". Zwischen den einzelnen Sätzen wurden Bibeltexte vorgetragen. Mit den Sätzen "Offertoire", dem "Sanctus" und dem "Agnus Dei" kamen die Dynamik des Werks von piano bis fortissimo und die Tempowechsel besonders zur Geltung. Der vierte Satz "Pie Jesu" wurde von Birgit Gibson (Sopran) vorgetragen. Das Bariton-Solo von Theo Eiden leitete das "Liberta me" ein. Im Fortissimo dieses Satzes wurde mit dem "Dies irea" (Tag des Zorns) auf die Vergänglichkeit besonders hingewiesen.

Mit dem siebten Satz "In Paradisum" hat Fauré die gängige Satzfolge eines typischen Requiems anderer Komponisten erweitert. In diesem letzten Satz zeichnet er ein eher versöhnliches Bild mit dem Tod. Der Weg ins Paradies wurde mit den hohen Sopranstimmen und den verklingenden Stimmen zum Schluss anschaulich dargestellt.

Mit der erneut erklingenden Glocke endete das Requiem und die Zuhörer verharrten in andächtiger Stille. Erst nach angemessener Zeit, die dem Charakter des Requiems entsprach, bedankten sich die Zuhörer mit einem kräftigen Applaus bei den Akteuren.