Viel Kritik an Windkraftplanung in der Hexennacht

Viel Kritik an Windkraftplanung in der Hexennacht

Einen ganz besonderen Streich in der Hexennacht haben sich Unbekannte in Kelberg einfallen lassen. Um auf die ihres Erachtens nach überzogenen Windkraftpläne der Verbandsgemeinde hinzuweisen, haben sie auf der Wiese gegenüber des Marktplatzes in der Ortsmitte zehn Miniatur-Windkraftanlagen aufgebaut und auf einem Schild festgestellt: Kelberg dreht am Rad! Der Ortsgemeinderat Kelberg hatte sich im vergangenen Jahr einstimmig für Windkraftanlagen (WKA) ausgesprochen.

Entschieden ist aber noch nichts, die Verwaltung geht davon aus, dass rund um die Gemeinde drei Windparks á fünf bis sechs Anlagen machbar sind. Im gesamten Kelberger Land sind es deutlich mehr. Dagegen regt sich auch politisch Widerstand - vor allem durch den Verein Sturm im Wald, der erstmals Listen für die Wahlen zum Verbandsgemeinde- und Ortsgemeinderat in Kelberg aufgestellt hat. Ansonsten gab es laut Polizei in der Mainacht keine gravierenden Vorfälle wie Massenschlägereien oder ausgehobene Kanaldeckel wie in Vorjahren, aber dafür viele Kleinigkeiten: Zumeist handelte es sich darum, dass sich Bürger über zu viel Krach und zu laute Musik, über abhandengekommenes Mobiliar oder kleinere Sachbeschädigungen beschwert haben. Die Polizei war mit mehr Personal als üblich im Einsatz war und hat vermehrt Verkehrsteilnehmer kontrolliert. In drei Fällen hat sie leicht alkoholisierten Autofahrer die Weiterfahrt unteragt und somit eventuell Schlimmeres verhindert. (mh)/TV-Foto: Helmut Gassen

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