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Viel Lärm um Winkel: Vulkan-Enduro-Rennen geht in die fünfte Runde - viele Teilnehmer, viele Zuschauer

Viel Lärm um Winkel: Vulkan-Enduro-Rennen geht in die fünfte Runde - viele Teilnehmer, viele Zuschauer

362 Tage im Jahr ist es in Winkel ziemlich still, doch für drei Tage im September ist es mit der Ruhe vorbei: Denn dann ist das Vulkan-Enduro-Rennen angesagt. Rund 1000 Besucher aus ganz Deutschland, Frankreich und den Beneluxländern sind diesmal gekommen, um die wilden Jungs und Mädels auf ihren Maschinen beim Ritt über Stock und Stein zu erleben.

Schon von Weitem ist der Staub über dem Tal zwischen Ober- und Niederwinkel zu sehen. Dröhnen von Motoren liegt in der Luft. Der Grund? Das fünfte Vulkan-Enduro-Rennen in Winkel ist in vollem Gange, Zuschauer sind massenweise herbeigeströmt, die Stellplätze zugeparkt. Zu sehen bekommen sie fünf Stunden Rennen über Stock und Stein, über Baumstämme, Reifen, durch Tunnels, über Brücken und natürlich über die berühmte 70 Grad steile Auffahrt auf die über zehn Meter hohe Felsplatte im Steinbruch.

"Das wird immer doller, die Kerle sind ja total verrückt", sagt ein Zuschauer angesichts der halsbrecherischen Stunts, die die Fahrer hinlegen. Insgesamt 6,4 Kilometer lang ist die Strecke, die von Mensch und Maschinen alles fordert. Traditionsgemäß wird die Strecke immer ein wenig erweitert, im Verlauf geändert. Nur eines wird sie nicht: einfacher, im Gegenteil! "Wir machen das auf gut Gefühl", sagt Ralf Müller, einer der Mitorganisatoren.

Die Veranstaltung wird von der Gemeinde, der Feuerwehr und der Vulkan-Enduro-Crew veranstaltet. 102 Zweier-Teams dürfen starten und diese Startplätze sind heiß begehrt. "Innerhalb einer Minute hatten wir 390 Anmeldungen auf die 204 Plätze, sprich 102 Teams. Mehr können wir aber auch nicht zulassen, ansonsten ist die Strecke überlastet", so Müller. Sogar Profifahrer bewerben sich inzwischen auf einen Startplatz für das Rennen in Winkel. "Unsere Veranstaltung ist eines der beliebtesten Enduro-Rennen in ganz Deutschland", meint der Winkeler Bürgermeister Jörg Prescher. Die Einträge in den entsprechenden Internetforen zeigten das. Und das, obwohl es für die Sieger nicht mal ein Preisgeld gibt, sondern nur Pokale.

Für den Bürgermeister dürfte natürlich noch etwas anderes zählen: Das Enduro-Rennen ist schließlich beste Werbung für die Vulkaneifel. Denn die Veranstaltung passt in das Image der Region, reiht sich in die Liste sportlicher Events neben der ADAC-Eifel-Rallye, dem VulkanBike, dem Cross-Triathlon oder Maare- Mosel-Lauf ein.