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Viel Nachholbedarf in Sachen Altbausanierung im Kreis Vulkaneifel

Klimaschutz : Viel Nachholbedarf in Sachen Altbausanierung

(red) Fehlende Wanddämmung, nicht isolierte Dächer, alte Fenster: Unsanierte Gebäude lassen nicht nur die Heizkosten steigen, sie belasten auch das Klima. Altbauten drückten auf die CO2-Bilanz im Kreis Vulkaneifel, sagt die Industriegewerkschaft (IG) Bauen-Agrar-Umwelt.

Nach ihren Informationen stammen rund 14 800 Wohngebäude aus der Zeit vor 1979. Damit seien 65 Prozent aller Wohnhäuser im Kreis mindestens 40 Jahre alt. Zwar habe es im vergangenen Jahr 306 Sanierungen gegeben, aber es bestehe „viel Nachholbedarf“, so die IG, die sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts beruft.

Um effektiv etwas fürs Klima zu tun, müsse es deutlich mehr energetische Altbausanierungen geben. „Wichtig ist dabei, dass Mieter und Eigenheimbesitzer nicht auf den Kosten sitzen bleiben“, sagt IG-Bezirksvorsitzender Marc Steilen.

Zwar dürften Vermieter ab diesem Jahr nur noch acht statt wie bisher elf Prozent der Sanierungskosten auf die Miete umlegen. „Aber für viele Menschen mit niedrigen Einkommen ist auch das zu viel“, betont Steilen.

Der Staat müsse die Gebäudesanierungen deshalb stärker als bisher fördern. Davon sollten dann auch Besitzer von Eigenheimen profitieren, die für ihre eigenen vier Wände hart gespart hätten.