Viel versprechend

Die Kooperation zwischen dem Gerolsteiner Land und dem Radsportteam beziehungsweise dessen Sponsor, der dahinter steht, ist ein Schritt in die richtige Richtung, da für alle Beteiligten viel versprechend.

Die Ferienregion Gerolstein, die durch die Erfolge und die Medienpräsenz des Top-Teams weltweit immer bekannter wird, erreicht mit den Zugpferden Haselbacher, Bölts & Co. nun auch die Multiplikatoren. Also überregional tätige Fach- und Reisejournalisten sowie Hobby-Radsportler. Die geben ihre Eindrücke von der noch weit gehend unbekannten Radregion Eifel an viele Gleichgesinnte weiter. Und der ein oder andere, der erst einmal Gefallen gefunden hat, wird beim nächsten Besuch vielleicht nicht nur den radelnden Kumpel, sondern die gesamte Familie mitbringen. Über jeden Gast, ob mit oder ohne Rad, freut sich der Hotelier, Kneipier und Geschäftsmann im Gerolsteiner Land. Das Radsportteam wiederum fördert mit derartigen Aktionen der Fanbetreuung sein verordnetes Image von Bodenständigkeit und Volksnähe, das das magentafarbene Konkurrenzteam aus Bonn nicht gerade auszeichnet. Zugleich erhöht es so seine Sympathiewerte und seine Akzeptanz in der Eifeler Bevölkerung. Letzteres dürfte auch für den Sponsor, der gerne als Global Player mit regionaler Verwurzelung wahrgenommen werden will, von Interesse sein. Zwar dient das Team zunächst einmal als Werbeträger für das Unternehmen und seine Produkte. Dennoch: Vor nicht all zu langer Zeit, als Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens anstanden und viele Mitarbeiter um ihren Job bangten, war bei vielen kein Verständnis dafür da, dass sich der Brunnen einerseits ein Millionen schweres Radsportteam leistet, andererseits (Personal-)Kosten eingespart werden sollten. Wenn die Kooperation mit der Ferienregion nun aber erste Früchte trägt, kann auch das Unternehmen mit Verweis auf die steigende Bekanntheit der Region und einen Gästezuwachs mit Recht behaupten, dass das Team nicht nur viel Geld kostet, sondern auch einiges in die Region bringt. Und da alle Beteiligten von der Zusammenarbeit profitieren, sollte sich die Partnerschaft bereits in der Vertragsgestaltung und dessen Verlängerung ausdrücken. m.huebner@volksfreund.de