Viele Bilder, wenige Bieter

Viele Bilder, wenige Bieter

Bei der von der Malergruppe Rouge initiierten Kunstauktion zugunsten der Hilfsprojekte des Vereins Berufe für Bolivien ist nur ein Drittel der Kunstwerke ersteigert worden. 2700 Euro sind dabei zusammengekommen. Die restlichen Bilder können nun gekauft werden.

Daun. Landrat Heinz Onnertz als Auktionator gibt sich wirklich Mühe, der Versammlung im Sitzungssaal der Kreisverwaltung neben der Kunst gleich auch die Geschenkideen ans Herz zu legen. Aber es sind einfach zu wenige Bieter erschienen, als dass sie sich bei der Auktion überböten und die Bilder schließlich größtenteils unter den Hammer kämen.
Auch Walter Manderscheid aus Daun, der sowohl der Malergruppe Rouge als auch dem Vorstand des Vereins Berufe für Bolivien (siehe Extra) angehört, wirkt etwas ratlos: Warum sind nicht wie bei der ersten Auktion vor fünf Jahren über 100 Interessenten gekommen, haben das Doppelte und Dreifache des Mindestgebots bezahlt und es dem Verein schließlich ermöglicht, Ausbildungsprojekte in Bolivien mit 7000 Euro als Auktionserlös zu unterstützen?
Am Ende macht der Schatzmeister des Vereins, in dessen Projekte der Erlös fließt, Kassensturz. "Zwei Dutzend Bilder sind weg, rund 2700 Euro sind in der Kasse", sagt Josef Schildgen aus Oberstadtfeld.
Wobei sich die Bilanz noch steigern lässt: Die etwa 50 übriggebliebenen, von Künstlern der Region gestifteten Werke und die aus Privatbesitz abgegebenen Originale und limitierten Drucke berühmter Maler können nun gekauft werden.
Immerhin: "Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Herzlichen Glückwunsch!" - auch diese Worte des Landrats fallen. Die "Dorfimprovisation" in Öl des Dauner Malers Karl-Heinz Schmitz geht für 440 Euro an Simone und Volker Pressel aus Hillesheim. "Es war gleich bei der Sichtung der Bilder unser Favorit", erzählen sie und verpassen beinahe, dass das von Volker Pressel selbst gestiftete Bild - ein zweiteiliger weiblicher Akt in Acryl - mit 175 Euro knapp das Doppelte des Mindestgebots erzielt hat. bb
Wer sich für die verbliebenen Kunstwerke interessiert, kann sich an Walter Manderscheid, Telefon 06592/4565, wenden. Die Bilder können in den Schaufenstern des ehemaligen Sanitärbetriebs Keller am Dauner Laurentiusplatz besichtigt werden.
Extra

Der Verein Berufe für Bolivien unterstützt die Aus- und Weiterbildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und will vor allem den Kindern der armen bolivianischen Landbevölkerung ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Spendenkonto bei der Volksbank RheinAhrEifel: Konto-Nr. 3500 000 00, BLZ 577 615 91. bb