1. Region
  2. Vulkaneifel

Viele Buden, wenig Besucher

Viele Buden, wenig Besucher

Es ist wieder Kirmeszeit in der Region. Traditionell eröffnet die Anna Kirmes in der Brunnenstadt den Reigen der Kirmesfeste. Rund 40 Schausteller auf den Rummelplätzen an der Brunnenstraße brachten das besondere Kirmes-Flair nach Gerolstein, aber trotz bestem Kirmeswetter war der Rummelplatz nicht gut besucht an allen bisherigen Tagen.

Gerolstein. Mit viel Musik, Gratisbier und Freifahrten hat die Gerolsteiner Anna-Kirmes am Freitag begonnen. Mit dem Großfeuerwerk "Dolomiten in Flammen" wird es heute Abend enden.
Wenig Betrieb auf dem Gelände



Dazwischen lagen ein Samstag und Sonntag mit durchwachsenen Besucherzahlen. Trotz herrlichem Sommerwetter waren die drei Rummelplätze mit ihren 40 Schaustellern und Buden oft wenig frequentiert. "Es war sehr, sehr schlecht, zuwenig Leute auf der Kirmes", sagt Manfred von Strünck, Betreiber des Mandel-Circus. Die Leute hätten einfach kein Geld mehr für die Kirmes. "Die Kirmes hat ihr Flair verloren."
Die Umsätze gingen seit Jahren zurück und es gebe einfach zu viele Veranstaltungen überall. "Das ist zuviel Freizeitvergnügen für die Leute", sagt Manfred von Strünck frei heraus.
Der Koblenzer betreibt mit seiner Gerolsteiner Frau Ellen den Mandel-Circus mit leckeren Mandeln und Obst mit Schokolade. Er bemängelt auch Aufstellung der Fahrgeschäfte und die zu hohen Standkosten. "Das habe ich auch dem neuen Stadtbürgermeister gesagt", sagt er.
Emmo Vissering hat ein Geschäft mit Geschichte. "Die Schießbude lebt immer noch, weil sie ein Traditionsgeschäft ist, das geht immer. Wir sind nicht klein zu kriegen", sagt der Schausteller aus Esslingen bei Bitburg. Mit dem Geschäft ist er bisher zufrieden. "Es geht so, wir haben Glück mit dem Wetter, schauen wir mal wie die Leute kommen". Auf dem Karussell dreht sich immer alles rund. "Der Euro hat uns zwar generell geschadet, aber ich bin hier in Gerolstein zufrieden, auch wenn die meisten auf der Kirmes was anders sagen. Gerolstein liegt vom Umsatz im Mittelfeld, es gibt schlechtere und bessere", erklärt der Inhaber, der aber nicht genannt werden möchte. Marcus Schmitz aus Neroth ist mit seinen Kindern Alena (5) und Fiona (3) zur Anna Kirmes gekommen. "Ich gehe eigentlich gern auf die Kirmes, ich habe nur zuwenig Zeit, da ich selbstständig bin. Ich wundere mich, dass wenig Familien hier sind", sagt der Nerother am späten Sonntagnachmittag.