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Viele wollen wiederkommen

Viele wollen wiederkommen

GEROLSTEIN. Mehr als 700 Wanderer sind während des Deutschen Wandertages im Gerolsteiner Land unterwegs gewesen. Für Gruppen hat es in Hotels und Pensionen keine freien Zimmer mehr gegeben. Die Bilanz der Organisatoren fällt positiv aus, und die Adressbücher der Touristiker sind voll, um weitere Aktionen zu starten.

Vier Tage früher als der offizielle Beginn, nämlich bereits am 8. Juli, startete das Programm zum Deutschen Wandertag im Gerolsteiner Land und endete am 17. Juli. Die Touristik- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (TW) hatte spezielle Geo- und Kulturführungen im Angebot und die Ortsgruppen Gerolstein sowie Mürlenbach des Eifelvereins (EV) besondere Wanderrouten. So kamen insgesamt 18 Routen zusammen.Stimmiger Mix aus Geo, Wandern und Kultur

"Die gute Resonanz hat bestätigt, dass der Mix aus Wandern, Kultur und Geo super passte", resümiert Astrid Petry, stellvertretende TW-Geschäftsführerin. Auch die EV-Gruppen sind zufrieden. Uwe Wortmann, Geschäftsführer EV Gerolstein, bilanziert: "Auf dem Hubert-Schramm-Weg waren an sechs Tagen 160 Teilnehmer unterwegs. Das waren viel mehr als wir gerechnet hatten." Außerdem betreute die EV-Ortsgruppe eine 40-köpfige Wandergruppe aus dem Pfälzer Wald, die im Gerolsteiner Seehotel untergebracht war. Wortmann: "Unterm Strich war es ein tolles Ereignis. Viele haben gesagt, dass sie wiederkommen." Manfred Gerard vom EV Mürlenbach erreichte bereits vorgestern die erste Anfrage einer Thüringer Gruppe. Die Mürlenbacher EV-Organisatoren hatten eine Sonderroute fernab der üblichen Wanderstrecken ausgewählt. Gerard: "In Abstimmung mit dem Forstamt haben wir die Lieblingsstrecke unseres ehemaligen Försters angeboten, die die reizvolle Landschaft und urige Waldbilder zeigt." Die Wanderer seien fasziniert gewesen und hätten viel Lob verteilt für die geologischen und botanischen Erklärungen. Vor den Wanderungen mit insgesamt 170 Teilnehmern stand eine kurze Führung auf der Bertrada-Burg. Zum Wander-Spezialprogramm gehörte auch Wildgrillen auf der Burg. Ausgebucht mit 50 Gästen. Geologe Peter Bitschene meint: "Der 11. Juli wird für uns unvergesslich bleiben. Da waren 260 Leute auf der Dolomiten-Route unterwegs. 140 Wanderer auf verschiedenen Etappen und vier Schulklassen. Damit war unsere Kapazität erschöpft." Sieben Geoführer hatten alle Hände voll zu tun. Fast alles klappte prima. Bitschene: "Das Angebot ist nie ganz komplett hinzukriegen. Etliche Wanderer hätten sich Getränke-Stationen gewünscht." Spielte das gute Wetter auf der einen Seite den Organisatoren in die Hände, forderte es auf der anderen Seite neue Angebote, "die nicht mehr machbar waren". Von den Routen in der Brunnenstadt war die dreistündige Stadtführung "auf den Spuren des Löwen" der Renner. Dabei wurde auf die Kultstätten Erlöserkirche, Villa Sarabodis und Kreisheimatmuseum hingewiesen. Besucht wurden die Löwenburg und das Naturkundemuseum. Petry erklärt: "Bei der Planung vor anderthalb Jahren war das Kreisheimatmuseum noch nicht eröffnet. Wir haben das aber im Nachhinein mit den Betreibern besprochen." Gut vorbereitet ins Gerolsteiner Land gereist

Über 200 Wanderer besuchten an den Folgetagen die Führungen in der Erlöserkirche. Eine explizite Vorstellung der weiteren touristischen Angebote des Gerolsteiner Landes wie Radfahren bei der offiziellen Begrüßung auf der Löwenburg hätte sich erübrigt, meint Petry. Die Wanderer seien sehr gut vorbereitet ins Gerolsteiner Land gekommen, und vor dem Start der geführten Wanderungen seien viele Tipps, Prospekte sowie Souvenirs aus dem Eifel-Shop über die Theke der Touristinfo gegangen. Wie viel Geld die Wanderer ins Gerolsteiner Land gebracht haben, können die TW-ler nicht beziffern. Allerdings trägt die Arbeit der Geoführer und EV-Wanderführer Früchte. Auch die Gastronomen sind zufrieden. Petry setzt auf die guten Eindrücke der Wanderer: "Wir haben die Adressen der Wanderer erfasst und werden mit einem speziellen Schreiben nachfassen, wobei wir auch Pauschalangebote unterbreiten werden."