Vier Männer stecken im Karnevalsstress

Walsdorf · Zum zweiten Mal in seiner Geschichte wird der Karnevalsverein Walsdorf von Bauer, Prinz und Jungfrau durch die tollen Tage geführt. Andreas Groß, Hermann-Josef Meyers und Uwe Hochmann bilden das Dreigestirn.

Walsdorf. Drei Männer, ein Wort: Am Rosenmontag 2013 beschlossen Andreas Groß, Hermann-Josef Meyers und Uwe Hochmann, das Unternehmen Dreigestirn anzugehen. Am Sonntag, 19. Januar, erfolgt die feierliche Proklamation im Gemeindehaus Walsdorf - und dann wird der Ort nach sage und schreibe 41 Jahren endlich wieder von einem Dreigestirn regiert. In der Geschichte des 1961 gegründeten KV Walsdorf wird es erst die zweite Regentschaft dreier Tollitäten sein - dementsprechend ist die Vorfreude auf die Session riesig. Andreas Groß als Bauer Andi I., Prinz Hempi I. alias Hermann-Josef Meyers und ihre Lieblichkeit, Jungfrau Ruth I., dargestellt von Uwe Hochmann, stecken bereits mitten in den Vorbereitungen. "Wir können kaum erwarten, dass es losgeht", bekennt das Trio. "Ich wollte schon immer einmal Prinz sein", sagt Meyers. "Aber wenn, dann in einem Dreigestirn." Die Aufgabe sei zu dritt einfach besser zu stemmen, meint Uwe Hochmann. "Auch was die finanzielle Seite angeht." Lange suchten Prinz, Bauer und Jungfrau nach passenden und vor allem bezahlbaren Ornaten und hatten letztendlich Glück: "Die Karnevalsgesellschaft Walberberg aus Brühl-Schwadorf hatte die passenden Kostüme für uns", berichtet Uwe Hochmann, im wahren Leben Kämmerer der Verbandsgemeinde Hillesheim. "Und das ist wörtlich gemeint", ergänzt Andreas Groß. An den Ornaten habe nicht eine Naht geändert werden müssen. Sie passten auf Anhieb wie angegossen. "Das war schon fast unheimlich", erinnert sich das Dreigestirn. "Als wir uns trafen, überreichten uns die Brühler Narren die Kostüme - und gaben uns jedem das Richtige, obwohl sie gar nicht wissen konnten, wer Prinz, Bauer oder Jungfrau ist."Schon bei der Übergabe der Ornate hatten die Jecken aus Brühl und die Narren aus Walsdorf so viel Spaß an der Sache, dass seither eine innige Freundschaft zwischen den Vereinen besteht. Eine Abordnung der KG Spaßvögel hat sich zur Proklamation am 19. Januar angemeldet. Das Walsdorfer Dreigestirn absolviert in der kommenden Session rund 20 Auftritte und wird dabei vom örtlichen Musikverein und der großen Garde des KV Walsdorf begleitet. "Darüber freuen wir uns besonders", sagt Prinz Hempi. "Wir drei engagieren uns sehr im hiesigen Vereinsleben und die positive Resonanz auf unsere Regentschaft, die uns aus den Vereinen entgegen schlägt, ist toll. Alleine wäre die Geschichte nicht zu stemmen." Auch in ihren Familien finden die Tollitäten die Unterstützung, die sie brauchen: "Sie stehen voll und ganz hinter uns", sagen Prinz, Bauer und Jungfrau. Besonders groß ist die Vorfreude auf die Auftritte vor heimischem Publikum, wie der Kappensitzung, der Frauensitzung und dem Rosenmontagszug. "Und wir freuen uns sehr auf die Besuche unserer Gastvereine." Das interne Motto des Walsdorfer Dreigestirns lautet "klein, aber fein", erzählt Uwe Hochmann. "Wir wollen es nicht übertreiben, sondern Maß halten", sagt Uwe Hochmann, der sich als Jungfrau Ruth I. den Vornamen seiner Mutter ausgeliehen hat. "Unsere Hoffnung ist, dass es auch nach uns wieder ein Dreigestirn in Walsdorf gibt. Und wir wollen zeigen, dass es dazu nicht einen ungeheuren Aufwand und wahnsinnig viel Geld braucht", sagen die drei.volksfreund.de/karneval