Vier-Sterne-Häuser für den Ring

Vier-Sterne-Häuser für den Ring

Das Projekt "Nürburgring 2009", das den Ring zu einem ganzjährigen Freizeit- und Businesszentrum machen und damit neue Besuchergruppen anlocken soll, läuft auf vollen Touren. Auch die kleine Gemeinde Drees ist davon direkt betroffen, denn hier wird bis zum Sommer eine Vier-Sterne-Ferienhausanlage mit 100 Häusern gebaut.

Drees. Wer für große Maschinen schwärmt, gerne die Entstehung von großen Projekten sieht, der ist am Nürburgring zurzeit genau an der richtigen Stelle. "Nürburgring 2009" heißt das ehrgeizige Projekt mit einem Vier-Sterne Kongress- und Motorsport-Hotel, dem Eifeldorf "Grüne Hölle", neuen Tribünen, einer Eventhalle, einer Indoor-Arena sowie einem Boulevard, und der schnellste Coaster der Welt wird hier mit 215 Kilometern pro Stunde seine Runden drehen.

Nur zwei Kilometer entfernt soll ein Teil derjenigen übernachten, die das alles genießen wollen. Hier, nur 100 Meter neben der Gemeinde Drees, baut der Investor Mediinvest eine Vier-Sterne-Ferienhausanlage mit 100 Häusern, die wiederum von der Lindner-Hotel AG, die auch für das neue Vier-Sterne-Hotel an der Start-und Ziel-Geraden des Nürburgrings verantwortlich ist, betrieben werden soll. 23 Millionen Euro werden hier auf einem knapp fünf Hektar großen Areal in den Lindner-Ferienpark-Nürburgring, so die offiziele Bezeichnung, investiert, und die sollen sich lohnen.

Fast 30 Häuser im Blockhaus- und Nordlandstil in Grün, Rot oder Gelb stehen bereits, an anderen Stellen werden noch die Gräben für das Fundament gezogen oder die Fundamente betoniert. Es wird gebaggert, betoniert, gesägt, gehämmert und geschraubt. In den Häusern arbeiten Handwerker aus ganz Deutschland, aber auch aus der Region sieht man einige Firmenfahrzeuge. Rund 70 Leute befinden sich im Schnitt täglich auf der Baustelle, zu der ein Lastwagen nach dem anderen mit Fertighaus-Bauteilen oder anderen Baustoffen kommt.

"Pro Tag kommen zwei neue Häuser hinzu, wir sind im Zeitplan und guter Dinge, dass wir am 9. Juli fertig sind", sagt Investor Kai Richter, Chef von Mediinvest. Vier Haustypen gibt es, darunter 40 Doppelhäuser, die Wohnflächen liegen zwischen 100 bis 160 Quadratmetern. Vier bis fünf Schlafzimmer hat jedes Haus, einen eigenen Balkon, Küche, zwei Toiletten und je nach Ausstattung sogar zwei Badezimmer. "Die Häuser sind super isoliert und haben eine tolle Einrichtung. Wir wollen unseren Gästen etwas bieten, was alle ihre Erwartungen übertrifft", sagt Richter, der selbst in Kirsbach ein solches Fertighaus bewohnt.

Die Preise fürs Wohnen sind nach Ansicht von Kai Richter moderat. "Etwa 110 Euro wird ein Haus pro Tag kosten, also etwa 25 Euro pro Person, das ist günstig." Rund 200 000 Euro würde ein solches Haus regulär kosten. Investor Mediinvest hat natürlich Sonderkonditionen mit den beiden Herstellern Streif (67 Häuser) und Weber Haus (33 Häuser) ausgehandelt.

Im Dezember 2008 begann die Erschließung des Motorsportdorfes Drees, Ende Februar begannen die Erdarbeiten. Seither werden die Häuser aufgebaut, was zeigt, dass hier mit Hochdruck gearbeitet wird. In den 100 Häusern werden 574 Betten für Gäste zur Verfügung stehen. 20 bis 35 Mitarbeiter des Lindner Hotels an der Rennstrecke werden auch im Motorsportdorf Drees täglich beschäftigt sein. Zudem wird ein Gebäude als Willkommenshaus mit einem Cafe und einem kleinen Geschäft errichtet, wo die Gäste sich mit Lebensmitteln versorgen können. Das Interesse für den Ferienpark ist sehr groß, wie Richter erzählt. "Am Wochenende schauen sich viele Leute die Häuser an und es vergeht kein Tag, an dem wir keine Buchungen bekommen."

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