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Vier weitere Kandidaten gehen ins Rennen

Vier weitere Kandidaten gehen ins Rennen

In den vergangenen Wochen haben wir die drei Kandidaten der im Landtag vertretenen Parteien, SPD, CDU und Grüne, vorgestellt. Im Wahlkreis 20, der den Kreis Vulkaneifel umfasst, bewerben sich noch vier weitere Kandidaten.

 Marco Weber
Marco Weber Foto: Archiv
 Peter Mäurer
Peter Mäurer Foto: Redaktion
 Hildegard Slabik-Münter
Hildegard Slabik-Münter Foto: Brigitte Bettscheider/Archiv
 Michael Kneißl
Michael Kneißl Foto: Redaktion

Marco Weber (FDP):
Marco Weber ist 41 Jahre alt und wohnt in Lissendorf. Seit 2004 ist er bei den Freien Demokraten. Seine Schwerpunktthemen sind Infrastruktur-, Wirtschafts- und Agrarpolitik.

"Ich plädiere für "Land & Leute". Dabei möchte ich für die Bürgerinnen und Bürger da sein und den ländlichen Raum zukunftsgerecht aufstellen. Meine Kernkompetenzen liegen in der Infrastruktur-, Wirtschafts- und Agrarpolitik. Die Verkehrsinfrastruktur ist ausschlaggebend für die Zukunft unseres Landes. Wir fordern die Aufstockung der Mittel sowie dieBeschleunigung des A1-Lückenschlusses zwischen Blankenheim und Kelberg. Schnelles Internet ist ein persönlicher Standard und zukunftsrelevant für die Digitalisierung aller Gewerke. Wir fordern ein flächendeckendes Breitbandnetz. Mittelstand, Handwerk und Gewerbe sind das Rückgrat der Wirtschaft und unseres Sozialstaates. Wir wollen eine Wirtschaft, der es gut geht, damit es den Bürgerinnen und Bürgern besser geht. Zudem setzen wir auf eine traditionelle und moderne Landwirtschaft. Es gibt viele Stellschrauben, um unser Land attraktiv und zukunftsgerecht aufzustellen. Wir schauen nach vorn, um die Probleme des Landes anzupacken."

Hildegard Slabik-Münter (Die Linke):
Dr. Hildegard Slabik-Münter ist 66 Jahre. Die Ärztin ist verheiratet, hat eine Tochter und drei Enkelkinder. Seit 2014 sitzt sie für Die Linke im Kreistag.

"Asylrecht ist ein Menschenrecht. Flüchtlinge brauchen Schutz. Lange hat die westliche Welt sich in ihrem Wohlstand sicher gefühlt. Währenddessen versank die übrige Welt in Armut durch Kriege. Sie wurden von uns direkt oder mit unseren Waffen geführt. Es gab Freihandelsabkommen und EU-subventionierte Exporte. Die lokale Wirtschaft in den Entwicklungsländern wurde zerstört. Flüchtlinge dürfen nicht benutzt werden, um hier die Löhne zu drücken. Der Mindestlohn darf nicht ausgehebelt werden. Faire Löhne verhindern Altersarmut. Der Ausbau der Infrastruktur macht den ländlichen Raum attraktiver. Arzt, Geschäfte und Behörden müssen mit einem günstigen öffentliche Nahverkehr für alle problemlos zu erreichen sein. Ein Sozialticket für Bedürftige brauchen wir sofort. Durch den rasanten Gesteinsabbau ist die einzigartige Landschaft der Vulkaneifel gefährdet. Im Moment versucht die Landesregierung, den Widerstand in der Bevölkerung in einem nichtöffentlichen Moderationsprozess auszubremsen. In dieser Frage darf es keine Kompromisse geben! Wir unterstützen Gesetze, die nachhaltig die Landschaft schützen. Das braucht unser Gesundland."

Michael Kneißl (ÖDP):
Michael Kneißl ist 30 Jahre alt, Agraringenieur und Bioland-Landwirt aus Sarmersbach in der Vulkaneifel. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder

"Es ist mein Anliegen, Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz so zu gestalten, dass sie zukunftsfähig ist. Dies ist in meinen Augen nur mit einer ökologischen und regionalen Landwirtschaft möglich. Projekte, wie zum Beispiel das "Gesundland Vulkaneifel" müssen gestärkt werden. Dazu gehört der Verzicht auf Gentechnik und das Verbot des Herbizids Glyphosat, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Diese haben daher in einem "Gesundland" nichts zu suchen! Der große Antibiotikaverbrauch bei intensiver Tierhaltung erhöht die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen. Auch steigt die Verschmutzung unseres Trinkwassers durch übermäßige Güllewirtschaft. Wir müssen jetzt handeln, sonst haben unser Kinder und Enkel kein sauberes Trinkwasser mehr zur Verfügung. Durch das Verschwinden der Höfe aus immer mehr Dörfern leidet die ländliche Struktur und wandelt sich zu gesichtslosen, intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen mit mechanisierten Großbetrieben. Nur mit einer lebendigen, ökologischen Landwirtschaft, die Mensch und Umwelt nicht belastet, bleiben die ländlichen Regionen zukunftsfähig."

Peter Mäurer (AfD):
Peter Mäurer ist 59, Diplom-Mathematiker, Diplom-Kaufmann und Lehrer in England, an Hochschulen und am Gymnasium. Er ist verheiratet und hat langjährige Erfahrung als Finanzmathematiker für Fraunhofer, Allianz, Commerzbank und andere.

"Einwanderung und Asyl müssen strikt getrennt werden. Einwanderung für Menschen, die sich in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren können und wollen nach kanadischem Muster. Keine Einwanderung in die Sozialsysteme. Asyl gemäß 16a Grundgesetz für politisch Verfolgte. Schutz für tatsächliche Kriegsflüchtlinge vorzugsweise in Heimatnähe (auch) mit deutschem Geld. Abschiebungen von abgelehnten beziehungsweise straffälligen Asylbewerbern tatsächlich durchführen. Man braucht kein Abitur, um ein wertvoller Mensch zu sein. Im mehrgliedrigen Schulsystem können Kinder entsprechend ihrer Begabung optimal gefordert und gefördert werden. Familiensplitting zur finanziellen Unterstützung von Familien mit Kindern. Die Abschaffung der 500-Euro-Scheine und ein Verbot von Barzahlungen über 5000 Euro sind Schritte in Richtung Abschaffung des Bargeldes und totaler Kontrolle über den Bürger. Die EU will den "gläsernen Bürger". Ich lehne das strikt ab."