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Vollsperrung in Daun kommt - eine Woche später

Vollsperrung in Daun kommt - eine Woche später

Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Die neue Überführung für die Brücke in der Gartenstraße wird später installiert als vorgesehen. Für die Stadt noch akzeptabel, wenn der ursprüngliche Zeitplan trotzdem eingehalten wird. Vorgesehen ist, dass die Gartenstraße vor dem am 21. Juli beginnenden Rallye-Festival wieder genutzt werden kann.

Daun/Kirchweiler. Seit Anfang April wird an der Erneuerung der Brücke in der Gartenstraße in Daun gearbeitet, alles ist laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein in etwa im Zeitplan geblieben. Nun aber ist ein bereits angekündigter Termin nicht zu halten: Die neue Überführung wird später als vorgesehen installiert.Mehrere Schwertransporte


Ursprünglich sollte die Bundesstraße 257 deswegen von Freitagabend bis Samstagnacht voll gesperrt werden, das passiert nun aber erst eine Woche später, am 24. und 25. Juni. "Die neue Überführung besteht aus mehreren Fertigteilen, die in dieser Woche produziert werden. Sie können aber nicht sofort verbaut werden, sondern müssen zunächst trocknen", erklärt Uwe Kirsten vom LBM die Verzögerung. Die ist für die Stadt "noch zu vertreten, wenn der Zeitplan trotzdem eingehalten wird und die Gartenstraße rechtzeitig zum Start des Rallye-Festivals am 21. Juli wieder befahrbar ist", sagt Stadtbürgermeister Martin Robrecht. Wegen "grundlegendem Sanierungsbedarf" wird die über die viel befahrene Umgehungsstraße (Teil der Bundesstraße 257) führende Brücke (Baujahr 1967) auf Vordermann gebracht.Lob für Arbeiter

 Keine Verzögerungen durch das Hochwasser: Die Arbeiten auf der Baustelle in Kirchweiler sind im Zeitplan.
Keine Verzögerungen durch das Hochwasser: Die Arbeiten auf der Baustelle in Kirchweiler sind im Zeitplan. Foto: (e_daun )
 Die Schäden sind fast komplett beseitigt: Die Mitarbeiter des Bauhofs haben reichlich zu tun im überfluteten Dauner Kurpark. TV-Fotos (3): Stephan Sartoris
Die Schäden sind fast komplett beseitigt: Die Mitarbeiter des Bauhofs haben reichlich zu tun im überfluteten Dauner Kurpark. TV-Fotos (3): Stephan Sartoris Foto: (e_daun )


Erneuert wird die Überführung, und "dahinter steht ein großer logistischer Aufwand", sagt Uwe Kirsten. Sechs Fertigteile von jeweils gut 30 Tonnen Gewicht werden nach Daun gebracht, "und jedes für sich ist ein Schwertransport". Hinzu kommt ein Kran, der ebenfalls als Schwertransport deklariert ist. Der LBM geht davon aus, dass die Gartenstraße Mitte Juli wieder geöffnet wird.

Diese Baustelle war wie viele andere von den Unwettern betroffen. Ein Kran drohte umzukippen, weil er von den Wassermassen unterspült wurde (der TV berichtete), er konnte aber gesichert werden. Überflutet worden ist auch die Baustelle in Kirchweiler, wo über zwei Jahre (2015/2016) verteilt gut 1,5 Millionen Euro investiert werden. Ausgebaut wird der durch den Ort führende Teil der Kreisstraße 36, zudem werden Gehwege, Wasser- und Abwasserleitungen sowie Strom- und Internetkabel erneuert. Erste Befürchtungen, die Baustelle sei durch die Überflutung so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass der Zeitplan über den Haufen geworfen werde, kann Gerd Dreis von der Straßenmeisterei Daun zerstreuen: "Es sind keine so gravierenden Probleme aufgetreten, die zu einer Verzögerung führen könnten."

Und noch ein "Flutopfer": der Dauner Kurpark. Dort sind viele Wege stark beschädigt worden. Viel Arbeit für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs, die seit vergangener Woche "mit großem Engagement fast alles so weit hergerichtet haben, dass die Sperrung des Geländes aufgehoben werden konnte. Eine tolle Leistung", sagt Stadtbürgermeister Robrecht. Die Kosten bleiben an der Stadt hängen, in welcher Höhe, ist noch offen.