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Vom Fundament zur Glocke

Vom Fundament zur Glocke

HILLESHEIM-NIEDERBETTINGEN. Wenn auch noch etwas zaghaft, aber der Ton einer kleinen Glocke erklingt jetzt wieder vom Kirchturm der Herz-Jesu-Kirche. Neu an ihr sind Joch und Klöppel. Das lässt auf weitere Unterstützung anderer Glocken hoffen.

"Noch steht das Abschlussgutachten über die Niederbettinger Kirche aus, um endlich mit der dringend notwendigen Gewölbesanierung beginnen zu können", berichtete Pastor Karl Kappel. Toni Pitzen aus dem Katholischen Pfarrverwaltungsrat der Herz-Jesu-Kirche ergänzt: "Es kann nicht mehr lange dauern, also warten wir es ab." Gewartet haben die Pfarrkinder schon viele Monate, Jahre gar. Der erhebliche Umfang der Renovierungsarbeiten erforderten mehrere Gutachten. Der "Eifeldom", wie die eindrucksvolle Kirche im Volksmund heißt, ist mit einem Finanzvolumen von über einer halben Million Euro Kosten veranschlagt. Davon übernimmt das Bistum 60 Prozent, den Rest von 40 Prozent trägt die Kirchengemeinde. "Man wird immer wieder gefragt, was ist denn nun schon an Geld zusammen gekommen?", berichtet Christel Greif aus Oberbettingen, Mitglied im Pfarrverwaltungsrat. "Rechtzeitig zu Beginn des neuen Jahres kommt eine Spendenliste, auf der die Zahlen der Haussammlungen, Zuwendungen der Vereine und der Erlös des Pfarrfestes im Sommer aufgeführt sind", erklärt Toni Pitzen dazu. Das solle zur Transparenz beitragen und sogleich Ermunterung für weitere Spenden bei der Mammutfinanzierung der Pfarrkirche sein. Nach mindestens drei Vorgängerkirchen war nach zähen Ringen des damaligen Pastor Josef Pfeifer mit dem Generalvikariat zu Trier im 19. Jahrhundert ein Neubau entstanden. Am 13. Dezember 1897 folgte die Einsegnung. Die Kirche gehört wegen ihrer eindrucksvollen neoromanischen Bauform zu den Rheinischen Kunststätten und ziert das Kylltal zwischen Jünkerath und Gerolstein. Auf Anfrage bei der Bischöflichen Baubehörde erklärte Christa Marx, dass bis Ende des Jahres die Ergebnisse des Abschlussgutachtens vorliegen werden. Verzögerungen ergaben sich durch Bohrungen an gefährdeten Stellen des Fundaments. "Ganz wichtig ist für alle hier im Dorf, wieder den Klang einer Glocke zu hören", erzählt voller Freude und Erleichterung Rita Schüssler.