Von Stuttgart lernen
In Stuttgart wurde man vor 35 Jahren der Raser auf der Stadtautobahn nicht Herr. Bis plötzlich vor jeder Brücke und vor jeder Unterführung ein so genannter Starenkasten angebracht wurde. Keiner der Autofahrer wusste, in welchem dieser Kästen gerade eine Überwachungskamera mit Radarfalle eingebaut war.
Die Technik war zu diesem Zeitpunkt noch zu teuer, um alle Starenkästen gleichzeitig zu bestücken und scharf zu machen. Jedenfalls, die Raser nahmen plötzlich den Fuß vom Gas, weil sie oft und empfindlich zur Kasse gebeten wurden. Die einzige Chance, auf dieser zum Rasen ausgebauten B 51 rücksichtslosen Fahrern Einhalt zu gebieten, sehe ich in der permanenten Kontrolle der Höchstgeschwindigkeiten und der Überholverbote: auf freier Strecke LKW 60, PKW 100 Stundenkilometer. Und jede Regelwidrigkeit muss wehtun! Die ständige Verkehrsüberwachung wird sich bezahlt machen, sowohl im Rückgang der Unfälle sowie aus finanzieller Sicht. Jedenfalls wird man nicht weiterkommen, wenn auf die Einsicht der Verkehrsteilnehmer gehofft wird. Auch werden keine Schilder und Totenkopfbildchen von Nutzen sein.Wenn man auf dieser Strecke nicht konsequent kontrolliert und konsequent bestraft, wird es weiter Tote und Verletzte geben.
Manfred Klinkhammer, Trier