Von wegen "blöde Kuh" und "alter Esel"

Von wegen "blöde Kuh" und "alter Esel"

NEROTH. Mit dem Musical "Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren" haben die Kinder der Grundschule Neroth ihr zweites Musical nach 2005 aufgeführt. Rund 200 Gäste waren jetzt bei der Aufführung dabei und bejubelten den Auftritt der Kinder.

Schulleiterin Helga Wallenborn war sich schon vor der Aufführung sicher, dass es ein Erfolg wird. "Das Stück ist wunderschön, und die Kinder sind mit einer derartigen Begeisterung dabei, dass es einfach klappen muss." 25 Kinder des ersten bis 4. Schuljahres durften beim Musical und dem Vorstück "Der Sperling und die Schulhofkinder" mitspielen, und das taten sie mit Freude. "Doch es war nicht ganz leicht, ein passendes Musical für Kinder dieser Altersstufen zu finden. Wir haben lange genug nach einem Musical gesucht, das thematisch nicht zu schwer ist. Denn die Stücke sind oft sehr anspruchsvoll, auch vom Spielerischen sind sie oft zu schwierig, so dass die Kleinen das nicht können", erzählt Helga Wallenborn. Einstudiert wurde das Musical und das Vorstück von der Lehrerin Anke Brausch. "Wir haben ein halbes Jahr dafür geübt, aber es machte den Kindern einen unheimlichen Spaß", erzählt sie. In dieser Zeit wurden auch die aufwändigen Tierkostüme von den Eltern genäht oder zusammengesucht. "Ohne die Eltern geht so etwas überhaupt nicht", sagt Helga Wallenborn. Das nun aufgeführte Musical ist schon das zweite Musical der Grundschule Neroth. "Wir hatten im Vorjahr mit ,Das Vier-Farben- Land' einen solchen Riesenerfolg, dass wir es sogar noch einmal aufführen mussten", erzählt die Schulleiterin. In dem Musical "Als die Tiere die Schimpfwörter leid waren" geht es darum, dass die Tiere hören, wie Kinder sich mit ihren Namen etwa "du blöde Kuh" oder "alter Esel" beschimpfen. Die Ratte aus der Mülltonne, die alles gehört hat, erzählt den Tieren vom Esel, Schwein, Kuh, Huhn, Ziege bis zum Schaf was los war. Deshalb beschließen die Tiere, dass etwas passieren muss, weil sie sich das nicht länger gefallen lassen wollen. Doch was soll man machen? Wir geben keine Milch mehr, sagen die Kühe, und die Hühner treten in den Eierlege-Streik. Was aber auch nicht die richtige Lösung des Problems ist. Deshalb rufen sie die weise Eule Eulania zu Hilfe, um eine Entscheidung zu treffen. Die meint, man solle die Kinder mit einem Zauberstab stumm machen. Gesagt, getan. Als die Kinder wieder einmal nach Strich und Faden auf dem Schulhof schimpfen, tippt Eulania sie mit dem Zauberstab an, und kein Wort kommt ihnen mehr über die Lippen. Doch die Tiere sehen schnell, dass auch das nicht das richtige Rezept ist, denn die Kinder lieben sie ja eigentlich. Das Musical endet damit, dass die Tiere den Kindern vorführen, was sie alles können, und prompt verträgt man sich wieder.