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Vor dem Maar wird weiter gebaggert

Vor dem Maar wird weiter gebaggert

Großbaustelle L 64: Seit Anfang September ist die Straße gesperrt, weil an der Auffahrt zum Weinfelder Maar, am Maarsattel, am Parkplatz der Weinfelder Kapelle und bis zur Einmündung Schalkenmehren der K 16 gebaut wird.

Daun. Bis Ende 2007 soll das Bauvorhaben auf einer Länge von 3,1 Kilometern abgeschlossen sein. Es erstreckt sich von Gemünden bis zur Einfahrt der K 16 nach Schalkenmehren. Besonders das erste Teilstück von Gemünden bis zur Jugendherberge war in einem sehr schlechten Zustand. "Die Straße ist hier einfach zu steil, und es kam, besonders durch den Schwerlastverkehr, zu starken Bremskräften der Fahrzeuge, wodurch sich Wellen im Teer bildeten", erklärt Helmut Bell vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein. Deshalb wurde der Fahrbahnbelag abgefräst, und es wird neu geteert. Zusätzlich wurden auf 200 Metern eine neue Entwässerungsleitung gebaut, neue Bordanlagen und eine Kurvenverbreiterung oberhalb der Auffahrt vorgenommen. Im oberen Teil der Straße bis zur Weinfelder Kapelle, wo sich ein Wasserschutzgebiet befindet, wurde eine Bordrinne gesetzt, um das Wasser gemäß einer Auflage des Wasserwirtschaftsamtes aufzufangen. Von der Jugendherberge bis zur Einmündung Schalkenmehren wird die vorhandene Fahrbahn lediglich neu geteert. Rund 650 000 Euro kostet die 3,1 Kilometer lange Sanierung der L 64, die vom Land bezahlt wird.Im Zuge des Bestandsausbaus der L 64 werden auch Besucher lenkende Maßnahmen an einem der touristisch meist frequentierten Punkte des Landes vorgenommen. Die kritische Situation, wenn Besucher von den Parkplätzen zu den Sehenswürdigkeiten am Weinfelder Maar und am Maarsattel die Landesstraße queren oder diese gar selbst als Aussichtspunkt nutzen, soll entschärft werden. "Seit vielen Jahren laufen Bestrebungen, diesem ständigen Gefahrenpotenzial zu begegnen. Unter der Trägerschaft der Gemeinde Schalkenmehren werden nun Maßnahmen ergriffen, um die Besucher sicher zu den interessanten Stellen zu führen", erklärt Günter Schenk von der Verbandsgemeinde (VG) Daun. Der Schwerpunkt der Bauarbeiten liegt am ersten Parkplatz des Weinfelder Maares und am Maarsattel, wo an beiden Stellen eine Besucherlenkung und eine Überquerungshilfe mit Mittelinsel gebaut wird. Außerdem werden hier neue Fußwege angelegt, und es erfolgt eine Umänderung des Parkplatzes. Die Einfahrt zum Parkplatz liegt nun oberhalb in Richtung Schalkenmehren, herausgefahren wird unterhalb des Platzes. Ein Hochbort grenzt den neuen Bushalteplatz von der L 64 ab, am Parkplatz mit 18 Plätzen (ein Behindertenparkplatz) wird die L 64 nun durch einen Grünstreifen vom Parkplatz abgetrennt. Vom Parkplatz führt nun auch ein separater Weg zum Rundweg um das Weinfelder Maar. Neben der Überquerungshilfe wird auf der Schalkenmehrener Seite zudem ein neuer Fußweg gebaut, wofür sehr viel Erdmaterial angeschüttet werden musste. Dieser Weg führt nun zum neuen Aussichtsplatz auf das Schalkenmehrener Maar, der wesentlich größer als bisher gestaltet wurde. Insgesamt kosten diese Maßnahmen 245 000 Euro.Finanziert werden sie maßgeblich aus EU-Mitteln (97 500 Euro). 64 500 Euro investiert das Land. Weitere 58 500 Euro stehen als Co-Finanzierungsmittel aus der touristischen Interessenlage des Landes im Finanzierungsplan. Die restlichen 24 500 Euro bringt die kommunale Seite, also die Ortsgemeinde Schalkenmehren, die VG Daun und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel (WFG) ein.